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Nematoden oder „Fadenwürmer“ kommen in fast allen feuchten Lebensräumen natürlicherweise vor. Unter den mikroskopisch kleinen, farblosen Würmern gibt es neben pflanzenschädlichen Arten viele parasitische Formen, von denen einige sehr erfolgreich zur Biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Es sind einheimische Arten, die mit Wasser im Gieß-, Spritz- oder Tauchverfahren ausgebracht werden und als Dauerlarve im Boden aktiv nach ihren Wirten suchen. Die Dauerlarven dringen über natürliche Körperöffnungen in den Wirtskörper ein und geben aus ihrem Vorderdarm ein Bakterium ab, das sich sehr schnell vermehrt und bereits nach wenigen Tagen zum Tod des infizierten Schädlings führt.

Die Nematoden ernähren sich von den Bakterien und dem sich zersetzenden Wirtskörper und vermehren sich stark. Schließlich verlassen neue Dauerlarven den Kadaver, um weitere Schädlinge zu infizieren. Auf diese Weise kann ein Wirkungsgrad von bis zu 100 Prozent erreicht werden.

Dickmaulrüssler
Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) verursacht einen buchtenförmigen Blattrandfraß an Rhododendron, Efeu, Kirschlorbeer, Thuja und vielen anderen Gewächsen. Die im Boden lebenden Larven fressen am Wurzelwerk. Durch Nematoden der Art  Heterorhabditis bacteriophora (nematop®) lässt sich dieser Schädling ab Mitte April bis Anfang Juni und Mitte August bis Anfang Oktober bekämpfen. Die Nematoden-Art Steinernema kraussei (Nemasys® L) kann in den kühleren Monaten bereits bei Bodentemperaturen ab 5 °C gegen die Larven eingesetzt werden.

Die Käfer können mithilfe eines Fangbrettes (nematop Käfer-Stopp) bekämpft werden. Die darin enthaltenen Nematoden der Art Steinernema carpocapsae benötigen eine Bodentemperatur von 14 °C und befallen die Käfer, die sich darunter verstecken.

Gartenlaubkäfer – Engerlinge
Die Larven des Gartenlaubkäfers können durch den Fraß an der Grasnarbe erheblichen Schaden anrichten. Die Käfer schlüpfen Ende Mai/Anfang Juni. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in den Boden ab. Die daraus schlüpfenden Larven beginnen sofort mit dem Fraß an den Wurzeln der Gräser. Eine Bekämpfung ist ab Mitte Juli bis Anfang Oktober mit der Nematoden-Art Heterorhabditis bacteriophora (nema-green®) möglich.

Erdraupen, Wiesenschnaken, Maulwurfsgrillen
Erdraupen und Maulwurfsgrillen können in Gemüsebeeten durch Wurzelfraß erheblichen Schaden anrichten. Eine Bekämpfung mit Steinernema carpocapsae (nemastar®) sollte zwischen April und September erfolgen. Larven der Wiesenschnake verursachen Rasenschäden, die ähnlich denen des Gartenlaubkäfers sind. Es entstehen fleckenweise Aufhellungen und später abgestorbene Rasenbereiche. Setzen Sie dagegen nemastar® im September ein. Eine zweite Behandlung mit geringerem Wirkungsgrad aufgrund der bereits stark fortgeschrittenen Entwicklung der Wiesenschnaken-Larven kann im Frühjahr mit Steinernema feltiae (Steinernema) bei Bodentemperaturen ab 8°C durchgeführt werden.

Trauermücken
In Aussaat-, Stecklings- und Kräuterkulturen gefährden Larven der Trauermücken die Kulturen. Unter feuchtwarmen Verhältnissen vermehren sich diese Schädlinge sehr schnell. Die Larven schädigen durch Fraß an den Feinwurzeln und durch Übertragung von Pilzkrankheiten. Eine Bekämpfung ist ganzjährig mit Nematoden der Art Steinernema feltiae (Steinernema) möglich.

 

Nacktschnecken
Die Nematoden-Art Phasmarhabditis hermaphrodita (Nemaslug®) wird von April bis September gegen Nacktschnecken eingesetzt. Die Nematoden suchen die Nacktschnecken aktiv im Boden auf, dringen über deren Atemöffnung ein und geben ein Bakterium ab. Die Schnecken stellen die Fraßtätigkeit ein und sterben wenige Tage später ab. Der Nützling vermehrt sich in der Schnecke und junge Nematoden begeben sich auf die Suche nach neuen Wirten.

 

Apfelwickler
Der Befall von Äpfeln und Birnen mit Obstmaden hat in den vergangen Jahren stark zugenommen. Die unter Rindenschuppen oder in Rindenritzen überwinternden Apfelwicklerraupen können im September/Oktober mit Steinernema-Nematoden (nemapom®) erfolgreich biologisch bekämpft werden. Bereits 48 Stunden nach der Ausbringung sterben die ersten Raupen ab.

Buchsbaumzünsler
Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ist eine vermutlich aus Ostasien stammende Schmetterlingsart, deren Raupen das Blattwerk sowie die Rinde von Buchsbäumen stark schädigen können. Die Art überwintert im 3. oder 4.  Raupenstadium in einem Kokon aus zusammengeklebten Blättern. Ab März, bei Temperaturen von mehr als 7 °C, werden die Raupen aktiv und wachsen in den nächsten Wochen auf eine Länge von 5 cm heran, bis sie sich verpuppen. Die Raupen können mit der Nematoden-Art Steinernema carpocapsae (Nemasys Buchsbaumzünsler) biologisch bekämpft werden.

HILFSMITTEL ZUR AUSBRINGUNG DER NEMATODEN

AquaNemix
Der AquaNemix ist ein robustes und handliches Dosiergerät zum einfachen Ausbringen von Nematoden (nicht geeignet für Nematoden gegen Nacktschnecken). Die Nematoden werden mit Wasser angerührt und in den AquaNemix-Behälter gefüllt. Nach dem Einfüllen und Zuschrauben wird der AquaNemix über eine herkömmliche Schnellkupplung an den Gartenschlauch angeschlossen. Das integrierte Dosiersystem mischt nun die Nematoden im Verhältnis von 2% dem Gießwasser bei. Anschließend kann durch Drehung des Brausenrings auf Klarwasser zum Nachwässern umgestellt werden. Der praktische AquaNemix ersetzt damit das Schleppen der Gießkannen.

 Hier können Sie die Informationen als Faltblatt herunterladen

 

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