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Große Rosenblattlaus - Macrosiphum rosae

Zur Zeit sieht man sie fast überall, oft in großen Kolonien und von Ameisen bewacht: Blattläuse. Sie zählen zu den wichtigsten Schädlingen an Kulturpflanzen, die zu großem wirtschaftlichen Schaden führen können. Von den weltweit vorkommenden 3.000 Arten gibt es in Deutschland ca. 800. Die Färbung reicht von grün über rötlich, braun bis schwarz. Sie erreichen eine Körperlänge von nur wenigen Millimetern und treten als ungeflügelte und geflügelte Stadien auf, die man vorwiegend an Triebspitzen oder auf Blattunterseiten in dichten Kolonien auffindet.

Honigtau als Abfallprodukt

Alle Blattlaus-Arten sind Phloemsaftsauger, d. h. sie stechen mit ihren Mundwerkzeugen gezielt die Leitungsbahnen der Pflanzen an und saugen am Saftstrom der Pflanze. Verwertet werden überwiegend die darin enthaltenen Aminosäuren (Eiweiße), während die Kohlenhydrate größtenteils als klebriger, zuckerhaltiger Honigtau ausgeschieden werden. Der Honigtau bietet Rußtau- und Schwärzepilzen ein ideales Nährmedium, wodurch auch die Assimilationsfläche der Pflanzen beeinträchtigt wird.

Häufig bilden sich infolge der Saugtätigkeit, bei der die Blattläuse einen giftigen Speichel abgeben, Blattkräuselungen und Triebstauchungen, und die Saugtätigkeit der Insekten führt schließlich zu Ertrags- und Qualitätseinbußen. Zusätzlich sind Blattläuse aber auch Überträger von Pflanzen-Viren, wodurch oftmals ein noch viel gravierenderer Schaden entsteht.

Die ersten Blattläuse treten im Frühjahr (April/Mai) auf und im Sommerhalbjahr kommt es durch die Fähigkeit der Blattläuse, sich ungeschlechtlich durch Jungfernzeugung (Parthenogenese) zu vermehren, zu einem explosionsartigen Populationswachstum. Ein Weibchen bringt dabei täglich 3 - 6 Junge zur Welt.Im Herbst oder bei hohem Befallsdruck entwickeln sich oft geflügelte Geschlechtstiere, die von den befallenen Pflanzen abwandern. Dabei findet im Herbst auch häufig ein Wirtswechsel, meist zu Gehölzen, statt. Dort werden dann die Eier zur Überwinterung abgelegt. Bei vielen Arten kommt die geschlechtliche Fortpflanzung aber auch gar nicht mehr vor. In Gewächshäusern und Wintergärten können Blattläuse ohne Einschaltung eines Eistadiums überwintern.

Nützlinge gegen Blattläuse

Zu den natürlichen Gegenspielern der Blattläuse gehören Marienkäfer und ihre Larven, Schwebfliegen-Larven, Florfliegen-Larven sowie Larven von räuberisch lebenden Gallmücken und Schlupfwespen.

Siebenpunkt-Marienkäferlarve Schwebfliegenlarve Florfliegenlarve Gallmückenlarve (orange)

Schlupfwespen-Arten haben sich auf Blattläuse als Wirtstiere spezialisiert. Sie sind durch ihre ausgezeichneten Suchleistungen in der Lage, einzelne und versteckt lebende Blattläuse zu lokalisieren und zu parasitieren, indem sie jeweils ein Ei in die Blattläuse hineinlegen. Die aus dem Ei schlüpfende Schlupfwespen-Larve entwickelt sich in der Blattlaus und nach etwa 14 Tagen schlüpft eine neue Schlupfwespe, die wiederum auf die Suche nach neuen Blattläusen als Wirt geht. Eine Schlupfwespe legt zwischen 200 – 1.000 Eier.

Aphidius ervi parasitiert eine Blattlaus
Blattlausmumien
In den sandfarbenen Blattlausmumien entwickelt sich die neue Schlupfwespen-Generation

 

Die Schlupfwespen sollten bereits vorbeugend bzw. bei erstem Befall regelmäßig ausgebracht werden. Dabei ist zu beachten, dass Schlupfwespen zwar sehr effektive Parasitoide von Blattläusen sind, aber sie sind oftmals spezialisiert auf bestimmte Blattlaus-Arten. Die Schlupfwespen Aphidius ervi und A. colemani decken zusammen bereits eine Vielzahl von Blattlaus-Arten ab und parasitieren diese. Bei Unsicherheit über die Art der auftretenden Blattläuse kann eine wirkungsvolle Bekämpfung durch einen Mix aus 5 - 6 verschiedenen Schlupfwespen-Arten erzielt werden.

Kulturspezifischer Schlupfwespen-Mix

re-natur bietet mit den Schlupfwespen-Mixen der Protect-Reihe speziell auf bestimmte Kulturen entwickelte Produkte:

Durch den Einsatz ist gewährleistet, dass die typischerweise vorkommenden Blattlaus-Arten bekämpft werden. Eine Ausnahme bildet die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae), die nur durch die spezialisierte Schlupfwesep Lysiphlebus testaceipes erfolgreich parasitiert wird.

Die Ausbringung der Mixe ist einfach: Am Pappröhrchen, das die Schlupfwespen-Mumien enthält, wird der Deckel weggeklappt, wodurch die Austrittsöffnungen freigegeben werden. Zwischen den Öffnungen liegt ein Honigreservoir als erste Nahrungsquelle für die geschlüpften Schlupfwespen, bevor sie sich dann auf die gezielte Suche nach Blattläusen machen. Das Röhrchen wird mithilfe eines mitgelieferten Clips an einem gespannten Draht befestigt oder mit einem Stäbchen fixiert, das in die Erde gesteckt wird. Eine Pappröhre deckt eine Kulturfläche von ca. 200 m² ab; die Ausbringung erfolgt in Intervallen von 2 - 3 Wochen.

FresaProtect gegen Blattläuse bei Erdbeeren
FresaProtect gegen Blattläuse bei Erdbeeren

 

Für den Anwender ergeben sich folgende Vorteile:

  • die Ausbringung ist schnell
  • eine Artbestimmung der Blattläuse ist nicht nötig
  • es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen bei der Ausbringung zu ergreifen
  • wie bei allen biologischen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung sind keine gefährlichen Rückstände zu befürchten sowie Resistenzbildungen ausgeschlossen.

Nützlinge gegen Blattläuse sind in unserem ONLINE-SHOP bestellbar.


Biotechnische Maßnahmen

Mit Hilfe von beleimten Gelbtafeln können die geflügelten Blattläuse abgefangen werden. Eine Bekämpfung ausschließlich mit Gelbtafeln ist aber nicht möglich. Der Einsatz dient der Befallskontrolle (Monitoring).

Gelbtafel zum Monitoring
Gelbtafel zum Monitoring
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