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Trauermücken

Trauermücken sind kleine, nur 2 - 5 mm lange Insekten, die langsam und scheinbar ziellos herumfliegen und sich in der Nähe von Blumentöpfen aufhalten. Ihre Larven entwickeln sich in feuchtem Substrat und können besonders bei Stecklingen und Jungpflanzen problematisch sein. Ins Haus gelangen sie meist mit zugekauften Pflanzen oder über offene Fenster aus dem Freiland.

Egal ob auf der Fensterbank oder im Gewächshaus - eine biologische Bekämpfung ist mit Raubmilben oder parasitischen Fadenwürmern (Nematoden) möglich.

 

Weltweit sind bisher 1.800 Arten beschrieben, in Europa kommen ca. 600 Arten vor. Ihren Namen haben die Trauermücken aufgrund ihrer dunklen Flügel und obwohl sie zur Familie der Mücken gehören, sind sie für den Menschen völlig harmlos und können nicht stechen. Von Fliegen lassen sie sich gut durch ihre langen Fühler unterscheiden.

trauermückenlarve

Die Larven der meisten Arten ernähren sich mycetophag oder detritophag, also von Pilzmyzelien bzw. von organischen Material und sind daher wichtige Zersetzer. Es gibt aber auch schädliche Arten, deren Larven sich in Wurzeln oder Stängel einbohren und gerade im Profi-Gartenbau enormen Schaden verursachen. Die nur kurz lebenden erwachsenen Tiere nehmen nur ein wenig Flüssigkeit auf.

Die erwachsenen Tiere leben wenige Tage, die für die Vermehrung genutzt werden. Nach der Paarung legen die Weibchen 100 und mehr Eier in Gruppen auf feuchtes Substrat ab. Bereits nach 4 - 8 Tagen schlüpfen die glasig-weißen Larven und beginnen an den Wurzeln von Sämlingen, Stecklingen und jungen Pflanzen zu fressen. Sie höhlen die Wurzeln oder Stängel aus und schwächen damit die Pflanze direkt, weil die Wasser- und Nährstoffaufnahme behindert wird. Die befallenen Pflanzen zeigen Kümmerwuchs, beginnen zu welken oder sterben sogar ab. Nach 14 Tagen verpuppen sich die nun 5 mm langen Larven und nach weiteren 4 - 7 Tagen schlüpft die nächste Generation. Die erwachsenen Mücken schädigen die Pflanzen nicht direkt, können aber Überträger von Sporen bodenbürtiger Pilze sein.

Hypoaspis milesTrauermücken lassen sich gut biologisch bekämpfen. Dazu werden Raubmilben oder insektenparasitäre Fadenwürmer (Nematoden) eingesetzt. Die Ausbringung ist bei beiden Varianten sehr einfach: die ca. 1 mm großen Raubmilben (Hypoaspis miles) werden auf den Boden gestreut, wandern dann in die oberen Bodenschichten ein und töten die Trauermückenlarven ab. Für den Raubmilben-Einsatz sollten Temperaturen oberhalb von 18 °C vorliegen.

Bei Bodentemperaturen zwischen 8 °C und 28 °C kann auch die einheimische Art Steinernema feltiae eingesetzt werden. Die nur 0,8 mm großen Nematoden dringen über Körperöffnungen in die Larven ein und geben ein symbiontisches Bakterium aus ihrem Darm ab, dass die Larve abtötet und zersetzt. Die Nematoden ernähren sich vom zersetzenden Larvenkörper und entwickeln sich zum Erwachsenen-Stadium weiter. Sie vermehren sich innerhalb der Trauermückenlarve, bis sie vollständig verwertet ist. Dann verlassen bis zu 4.000 neue Nematoden den Kadaver und beginnen mit der Suche nach neuen Wirten. Nach ca. 10 Tagen kann eine Reduzierung der Trauermückenlarven um bis zu 75% erzielt werden. Drei Wochen nach der Behandlung liegt der Wirkungsgrad bei bis zu 90 %. Beide Nützlinge sterben ab, wenn keine Nahrung oder Wirt mehr im Boden ist und sind für den Menschen völlig ungefährlich.

Gelbtafeln sind eine wichtige Hilfe, um den Befall mit Trauermücken frühzeitig zu erkennen. Zur Überwachung wird 1 Gelbtafel pro 2 - 4 m² Kulturfläche eingesetzt.

Gelbtafel einzeln

 Gelbtafel mit Insekten

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