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Räuberische MilbeDie nützlichen Milbenarten ernähren sich ausschließlich räuberisch, Parasitoide sind in dieser Gruppe nicht zu finden.

Amblyseius cucumeris:

Diese 0,5 bis 0,8mm große Raubmilbenart sowie Amblyseius barkeri werden zur Bekämpfung pflanzenschädlicher Thripse mit Erfolg eingesetzt. Sie saugen täglich bis zu drei Thripslarven aus. Erwachsene Thripse bleiben jedoch verschont. Vom Ei bis zum erwachsenen Tier entwickelt sich Amblyseius cucumeris innerhalb von nur 6 bis 9 Tagen bei 25°C. Auch der Kalifornische Blütenthrips wird gefressen. Da sich die Raubmilben auf dieser Thripsart schlecht vermehren, sollten die Ausbringungen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.. Amblyseius kann sich auch von Pollen ernähren und auf diese Weise vorbeugend in Beständen, die Blütenpollen enthalten, wie z.B. Paprika, ausgebracht werden. Neben Thrips fressen Amblyseius-Raubmilben auch Weichhautmilben und Spinnmilben. Bei vorhandenem Befall mit Spinnmilben sollten jedoch die Phytoseiulus-Raubmilben eingesetzt werden, die hierfür besser geeignet sind. Die Nützlinge werden in einem streubarenTrägermaterial geliefert, das über die Pflanzen gestreut wird. Probleme können bei stark behaarten Pflanzen auftreten, bei denen das Trägermaterial später schlecht abgespült werden kann. In diesem Fall sollten sogenannte Raubmilbentüten aufgehängt werden. Diese haben den Vorteil, daß kein Material auf die Blattoberflächen gelangt. In den Tüten befindet sich eine Nahrungsreserve, so daß die Raubmilben sich über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen kontinuierlich vermehren können. Auch in Kulturen mit geringer Luftfeuchte hat sich die Tütenform bewährt, denn Amblyseius cucumeris vermehrt sich ausreichend erst bei Luftfeuchten über 65%. Daher ist es besonders an heißen Tagen günstig, den Pflanzenbestand zu besprühen.

Hypoaspis miles:

Hypoaspis miles ist eine weitere räuberisch lebende Milbenart, die als Nützling vor wenigen Jahren entdeckt wurde.. Sie ist von brauner Farbe und mit bis zu 1mm Länge deutlich größer als Amblyseius cucumeris. Diese Raubmilbe bewohnt die Bodenoberfläche sowie den Oberboden bis 4cm Tiefe und ernährt sich von Springschwänzen (Collembolen), Thripspuppen, sowie den Larven vieler im Boden lebender Zweiflügler und Blattläuse. Hypoaspis zeigte nach Untersuchungen der Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz, Mainz, beste Wirkung gegen Trauermücken. Der Vorteil gegenüber Steinernema-Nematoden ist, daß Sumpffliegen und Thripspuppen mit erfaßt werden. Darüberhinaus ist die Ausbringung der Raubmilben weniger aufwendig, da sie einfach gestreut werden. Hypoaspis-Raubmilben vertragen höhere Temperaturen und weniger Feuchtigkeit als die Nematoden, wodurch sie auch für Spezialkulturen wie Orchideen gut geeignet sind. Auch eine prophylaktische Ausbringung ist möglich, da sie bis zu 7 Wochen ohne Nahrung überleben können. In der empfohlenen Aufwandmenge von 125 Hypoaspis pro m2 sind sie deutlich günstiger als Steinernema feltiae. Bei einer kombinierten Ausbringung von Hypoaspis mit Steinernema ist zu bedenken, daß auch Nematoden auf dem Speiseplan dieses vielversprechenden Nützlings stehen.

Phytoseiulus persimilis:

Diese in Deutschland nicht heimische, blattbewohnende Raubmilbenart ist spezialisiert auf Spinnmilben und gehört zu den ersten produzierten und angewandten Nützlingen. Ursprünglich stammt diese wärmeliebende Art aus Chile und kommt daher in Deutschland ausschließlich im Unterglasanbau zum Einsatz. Sie ist mit einer Körperlänge von ca. 0,6 mm nur geringfügig größer als ihre Beute, aber aufgrund der orange-roten Farbe und der größeren Beweglichkeit leicht von den Spinnmilben zu unterscheiden. Ihre Beute töten sie durch Aussaugen. Erwachsene Tiere können täglich 5 bis 7 Spinnmilben oder bis zu 20 Eier bzw. Jungtiere töten. Der Erfolg einer Ausbringung von Phytoseiulus persimilis zur Spinnmilbenbekämpfung ist in starkem Maße von Temperatur und Luftfeuchte abhängig. Günstig sind Temperaturen über 20°C (optimal 24°C, nicht über 30°C) und hohe Luftfeuchten (65 bis 85% RLF). Die Populationsentwicklung der Raubmilben ist dann deutlich schneller als die von Spinnmilben. Ein Spinnmilbenbefall bildet sich anfangs meist herdmäßig. Daher sollten auch die Raubmilben dort vermehrt ausgesetzt werden. Ist der Spinnmilbenbefall bereits so stark fortgeschritten, daß sich größere Gespinste gebildet haben, sollte vor dem Einsatz der Raubmilben mit einem nützlingsschonenden Kaliseifen-Präparat gespritzt werden. Früher wurden Phytoseiulus-Raubmilben auf Bohnenblättern geliefert. Dies hatte den Nachteil, daß sich noch einige Spinnmilben auf den Blättern befanden. Seit kurzem sind die Raubmilben ohne Spinnmilbenanteil in Streudosen erhältlich. Als Trägermaterial dient Vermiculit, ein sehr leichtes Tonmineral, das die Ausbringung erleichtert.

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