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chrysoperlalarveAus der Ordnung Neuroptera wird nur die bei uns heimische Florfliege Chrysoperla carnea der Familie Chrysopidae zur biologischen Schädlingsbekämpfung künstlich massenvermehrt und ausgebracht. Zu dieser kleinen Insektenfamilie gehören 56 weitere Arten in Europa, weltweit sind es etwa 1.200 Arten. Die Florfliege ist mit Ausnahme des australischen Kontinents weltweit verbreitet und wurde bereits 1948 erstmals gezüchtet. Es handelt sich um einen Kulturfolger, der sich in Getreidefeldern und Obstplantagen massenhaft vermehren kann und ähnlich den Marienkäfern einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Schädlingspopulationen darstellt. Die Larve wird aufgrund ihrer Gefräßigkeit im Volksmund auch als "Blattlauslöwe" bezeichnet. Sie ist ein sehr gefräßiger Räuber von Blatt-, Schild- und Schmierläusen. Sie ergreift ihre Beute mit den mächtigen zangenförmigen, innen hohlen Mundwerkzeugen, spritzt ein lähmendes Sekret hinein und saugt sie aus.

Aufgrund der Widerstandsfähigkeit gegenüber Pflanzenschutzmitteln und niedrigen Temperaturen ist die Florfliege ein breit einsetzbarer Nützling. Bei den 1 bis 1,5 cm großen erwachsenen Tieren handelt es sich um fliegenartige, hellgrün gefärbte Blütenbesucher. Diese hübschen Tiere findet man häufig im Winter auf Dachböden und in Gartenhäusern, wo sie als Imago gern überwintern. Im Frühjahr werden die Eier in kleinen Gruppen in der Nähe von Blattlauskolonien abgelegt. Sie befinden sich in einer für Florfliegen typischen Weise auf kleinen Stielen. Dies schützt die schlüpfenden Larven vor ihren gefräßigen kannibalistischen Artgenossen. Die durch technische Verfahren entstielten Eier können in Wasser eingerührt und mit einer Pflanzenschutzspritze ausgebracht werden. Da die Verluste durch Verletzungen aber erheblich sind, werden heute überwiegend die Larven im zweiten Entwicklungsstadium ausgebracht. Sie befinden sich, vor ihren kannibalistischen Artgenossen geschützt, in mit Gaze abgedeckten Pappzellen. Bei der Ausbringung wird die Gaze abgezogen und die Pappzellen ausgeklopft, sodass die Larven auf die Pflanzen fallen. Die Larven fressen in einer Zeit von 2 bis 3 Wochen bis zu 500 Blattläuse, um sich dann in einem runden, weißlichen Kokon zu verpuppen.

Besonders in Verkaufsgewächshäusern und im Hobbybereich wird gern mit Florfliegen gearbeitet, da sie ein breites Wirtsspektrum haben, einfach anzuwenden sind und geringe Umweltansprüche stellen. Da sich Florfliegen im Gewächshaus nicht ausreichend vermehren, sollten sie mehrfach ausgesetzt werden.

Mit Hilfe einer künstlichen Diät aus 40 g Bierhefe, 70 g Honig und 50 ml Wasser, die in regelmäßigen Abständen mit einem Pinsel an die Innenseiten eines Plasiktbehälters gestrichen wird, lassen sich adulte Florfliegen halten. Sie legen ihre gestielten Eier gern an zugegebene Papierstreifen ab, die man anschließend in das Blattwerk seiner befallenen Zimmerpflanzen hängen kann. Die Larven brauchen tierische Kost, am Besten Blattläuse. Mit etwas Glück gelingt es, sie bis zur Verpuppung großzuziehen. Wichtig ist, darauf zu achten, daß im Zuchtkäfig genügend Versteckmöglichkeiten z. B. durch Papierstreifen angeboten werden, damit ältere Larven die Eier und kleinere Artgenossen nicht verzehren.

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