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Wanzen (Heteroptera)

Unter den etwa 800 mitteleuropäischen Wanzen gibt es land- und wasserbewohnende Arten. Die terrestrischen Arten leben von pflanzlicher oder tierischer Kost. Sie nehmen die Nahrung mit ihrem Saugrüssel auf, der in Ruhestellung unter dem Kopf, ansonsten gebogen nach vorn gerichtet ist. Die Larven haben Stummelflügel, erwachsene Wanzen verfügen über zwei Paar Flügel und sind gute Flieger. Für den biologischen Pflanzenschutz ist die Familie der Blumenwanzen (Anthocoridae) von besonderer Bedeutung. Es sind ca. 2 bis 3,5mm polyphage räuberische Insekten, die vorwiegend zur Thripsbekämpfung eingesetzt werden. Sie fressen aber auch gern Spinnmilben, Blattläuse, Schmetterlingseier, Eiräupchen sowie Pollen. In Mitteleuropa gibt es etwa 50 Arten von Blumenwanzen.

Die wichtigste Gattung ist Orius, von der es in Europa 12 Arten gibt. Orius laevigatus wird zur Bekämpfung von Thripsen eingesetzt, häufig in Kombination mit Amblyseius-Raubmilben. Da sich Orius-Raubwanzen auch von Pollen ernähren können, ist ein prophylaktischer Einsatz in pollentragenden Kulturen wie z.B. Paprika möglich. Eine erwachsene Orius-Raubwanze kann täglich bis zu 10 Thripslarven aussaugen, über die gesamte Lebenszeit sind es ca. 200 Beutetiere. Bei Orius laevigatus handelt es sich um eine bei uns heimische Art, die auch spontan in Gewächshäusern auftreten kann. Ihr Lebenszyklus steht im Zusammenhang mit der Tageslichtlänge. Kurze Tage leiten die Winterruhe (Diapause) ein. Zur Entwicklung benötigt sie mindestens 14 Stunden Tageslicht. Ohne künstliche Lichtverlängerung sollte diese Art in unseren Breitengraden nicht vor Ende März eingesetzt werden.

Macrolophus caliginosus ist eine Raubwanze, die gern zur Bekämpfung der Weißen Fliege in Tomaten- und Auberginekulturen eingesetzt wird. Fehlt den Raubwanzen diese Nahrung, werden auch Blattläuse und Spinnmilben gefressen. Macrolophus bevorzugt die Eier und jungen Larvenstadien der Weißen Fliege. Da sich die Population von Macrolophus langsam aufbaut, kann mit einer guten Bekämpfungsleistung erst 2 bis 3 Monate nach der Ausbringung gerechnet werden. Daher frühzeitig anwenden und mit Encarsia-Schlupfwespen kombinieren. Eine erwachsene Macrolophus-Raubwanze frisst pro Tag 40 bis 50 Eier oder 15 bis 20 Puparien der Weißen Fliege. Bei einer Temperatur von 20°C werden je Weibchen über 250 Eier innerhalb von 85 Tagen gelegt. Die Entwicklungszeit vom Ei bis zur erwachsenen Raubwanze ist wie bei allen Insekten stark temperaturabhängig und beträgt bei 15°C 95 Tage, bei 20°C 48 Tage und bei 25 bis 30°C 30 Tage. Sind keine Schädlinge vorhanden und hat sich die Population bereits auf über 100 Macrolophus pro Pflanze erhöht, muss sie sich von Pflanzensäften ernähren und kann so zu Saugschäden führen.

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