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FransenflüglerThripse bilden mit ihren ca. 300 europäischen Arten eine eigene Insektenordnung. Es sind kleine, 1 bis 2 mm lange, schlanke Tiere, die überwiegend Pflanzenfresser sind. Nur wenige Arten lassen sich aufgrund ihrer räuberischen Lebensweise zu den Nützlingen zählen. Häufig sind uns diese Insekten auch als Gewittertierchen bekannt. Die erwachsenen Tiere besitzen zwei Paar sehr schmale Flügel, die mit langen Fransen besetzt sind. Daher die Bezeichnung `Fransenflügler´. Allerdings gibt es auch viele Arten, die flügellos bleiben. Die Jugendstadien sind meist hell oder gelblich gefärbt, die Adulten dunkel, teilweise gestreift. Pflanzenschädliche Thripse legen ihre Eier in das Pflanzengewebe ab. Die Verpuppung erfolgt in der Erde.

Thripse verfügen über stechend-saugende Mundwerkzeuge mit denen sie Pflanzenzellen anstechen und aussaugen. Dabei kommt Luft in die Zellen und es entsteht der typische Silberglanz der Blätter. In den achtziger Jahren trat in hiesigen Gewächshäusern der Amerikanische Blütenthrips Frankliniella occidentalis als schwer zu bekämpfender Schädling, insbesondere in Blütenpflanzenbeständen, erstmals auf. Er frißt Pollen und saugt an anderen Teilen der Blüte. Häufig ist ein erstes Anzeichen eines Befalls mit Blütenthrips ein über die Blüte verteilter Pollen. Geschädigte Blüten verbräunen. Auch Viren können von Thripsen übertragen werden, wie z.B. das Tomaten-Bronzeflecken-Virus (TSW-Virus). dies fördert Blütenthripse dies hemmt Blütenthripse hohe Temperaturen niedrige Temperaturen Langtag Kurztag (keine Vermehrung) Trockenheit hohe Luftfeuchte (pilzliche Antagonisten) großes Angebot von Pollen keine Blüten im Bestand Bei frühzeitigem Erkennen eines Befalls mit Thripsen, leisten Raubmilben der Art Amblyseius cucumeris gute Dienste. Auch die zu den Raubwanzen gehörenden Orius-Arten werden zur biologischen Bekämpfung eingesetzt. Wichtig ist ein rechtzeitiges Handeln. Blaue Leimtafeln sind speziell für die Befallskontrolle von Thripsen im Handel erhältlich.

Mit Beginn der Blüte sollte ein Thripsbefall weitgehend unter Kontrolle sein, da sich die Schädlinge dann besonders schnell vermehren können. Eine weitere Methode zur Befallskontrolle ist das Kontrollieren der Blüten. Blaue und weiße Blüten werden offensichtlich von Frankliniella occidentalis bevorzugt. Häufig kommt es während der Getreideernte zu einem verstärkten Zuflug von Thripsen ins Gewächshaus.

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