Biologischer Pflanzenschutz » Schädlingserkennung

Engerlinge

Die Engerlinge des Gartenlaubkäfers (Phyllopertha horticola) leben ähnlich wie die mit ihnen verwandten Maikäferlarven im Boden. Sie fressen an Wurzeln von Gräsern und Kräutern. Der Schaden, den sie direkt verursachen, ist meist weniger bedeutend als derjenige, den ihre Fraßfeinde anrichten, denn bei Krähen, Dachs, Wildschwein und Fuchs stehen sie auf dem Speiseplan. Spuren, die diese Tiere auf ihrem Beutezug nach den bodenbürtigen Engerlingen verursachen sind eine häufig flächenhafte Zerstörung der Grasnarbe. Da die Eiablage der Käfer innerhalb eines kleinen Bereiches erfolgt, findet man die Larven häufig dicht beieinander. Das wissen Krähen, Dachs Wildschwein und Fuchs auch und suchen, wenn sie einen Engerling erbeutet haben weiter an der selben Stelle. Dabei entsteht das verheerende Schadbild.

Der Versuch mit Insektiziden die Larven zu bekämpfen scheitert häufig, da Bodenorganismen diese Pestizide sehr schnell umbauen (metabolisieren). Es müßte die Aufwandmenge erheblich erhöht werden und selbst dann ist ein Erfolg fraglich. Zunehmend ist auch der Wunsch der Gartenbesitzer nach umweltverträglichen Methoden ausschlaggebend für ein biologisches Verfahren.

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