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EngerlingeGarten- und Landschaftsbaubetriebe, Grünflächenämter und Pächter wie Campingplatzbetreiber haben bei der Pflege großer Grünflächen mit den Angriffen von Schädlingen zu kämpfen. Bereits ab Anfang Juli treiben die Engerlinge des Gartenlaubkäfers ihr Unwesen im Rasen und fressen die Grasnarbe bis kurz unter die Bodenfläche ab. Anfang August werden sie von den Larven des gefurchten Dickmaulrüsslers abgelöst. Ihre Leibspeise: Rosen und Moorbeetpflanzen wie Rhododendren und Azaleen, aber auch diverse Stauden wie Hortensien und Gehölze wie Kirschlorbeer und Eiben. Während sich die geschlüpften Jungkäfer vor allem an den Blättern ihrer Wirtspflanzen gütlich tun, fressen die Larven des Dickmaulrüsslers im Sommer und Herbst an den Wurzeln, Knollen und Rhizomen und rauben den Pflanzen Wasser und Nährstoffe. Nur wenige Wochen später kommt ein weiterer Schädling zum Zug. Die Weibchen der Wiesenschnacken legen ihre Eier im Boden ab. Nach zwei Wochen Schlüpfen die Larven und beginnen damit, an Pflanzen und Rasenflächen zu fressen.

Mit welchem Schädling auch immer es die Pfleger in Grünanlagen und Parks zu tun haben - die von den Eindringlingen verursachten Verwüstungen sind verheerend. Nicht nur, dass Sportplätze nicht mehr nutzbar und ehemals grüne Park- und Freizeitflächen gelb-braun verfärbt sind. Wenn sie in Massen schlüpfen und fliegen, werden auch die ausgewachsenen Gartenlaubkäfer und Schnaken für diejenigen zu einem echten Ärgernis, die an frischer Luft entspannen möchten. Auch dies ist für die Betreiber der Anlagen ein echtes Problem. Umso klüger ist es, sich rechtzeitig vor Beginn der Saison über die Bekämpfung der Schädlinge Gedanken zu machen. Wohl kaum jemand möchte die Rasenflächen, auf denen Kinder spielen und Erwachsene sich zum Plausch niederlassen, mit chemischen Mitteln belasten.
Glücklicherweise gibt es eine für Menschen und warmblütige Tiere gänzlich ungefährliche ökologische Alternative. Der biologische Pflanzenschutz macht sich hierbei die Tatsache zunutze, dass auch Schädlinge natürliche Feinde haben. Nach dem Prinzip „der Stärkere gewinnt“ werden diese folgerichtig als „Nützlinge“ bezeichneten Kleinstlebewesen von Experten gezielt gezüchtet und auf Freiflächen erfolgreich gegen Schädlinge eingesetzt. Im Fall des Gartenlaubkäfers, des Dickmaulrüsslers und der Wiesenschnake handelt es sich um nützliche Nematoden oder Fadenwürmer, die im Gießwasser aufgelöst und mithilfe unterschiedlicher Methoden auf Rasenflächen und bepflanzten Arealen ausgebracht werden. Im Erdreich angelangt, nehmen die Nematoden den Kampf gegen die Engerlinge und Larven der Schädlinge auf und töten bei richtiger Anwendung nahezu alle der genannten Schädlinge ab. Die gegen diese Schädlinge eingesetzten Nematoden sind Wanderer, die sich durch das Kapillarwasser im Boden bewegen. Hier orten sie Kohlendioxidabsonderungen ihrer Beutetiere und verfolgen dann aktiv ihre Spur. Deshalb isti es wichtig, den Boden für die Nützlinge feucht zu halten. Stimmen die Gegebenheiten und werden die Ausbringungszeiten beachtet, vermehren sich die Nematoden im Boden und bieten über längeren Zeitraum hinweg ein zuverlässiges System zur erfolgreichen Reduzierung von Schädlingen.
Je nach Größe und Beschaffenheit der zu behandelnden Fläche reichen die Ausbringungsgeräte für nützliche Nematoden von der handelsüblichen Gießkanne bis hin zum Gießwagen, der von einem Schlepper über die Park- und Sportanlagen gezogen wird. Bei mittelgroßen Rasenflächen leistet die Dosierspritze AquaMix gute Dienste. Die Nematoden werden gemäß Anleitung mit Wasser gemischt und in den Behälter der AquaMix eingefüllt. Anschließend wird die Dosierspritze an den Gartenschlauch angeschlossen und mit der Bewässerung begonnen. Bei re-natur gibt es für jeden Schädling das passende Nematodenprodukt. Gegen den Dickmaulrüssler und den Gartenlaubkäfer setzen wir dieselbe Nematodenart ein. Unterschiedlich ist allerdings die Formulierung, also die Produktzusammensetzung, die dabei hilft, dass die Nematoden schnell und unkompliziert zu dem jeweiligen Standort der Larven gelangen.
Wer sich keine spezielle Ausbringhilfe anschaffen möchte, kann sich auch einer gängigen Pflanzenschutzspritze bedienen. Wichtig ist hier, das Gerät gründlich zu reinigen, um Pestizidrückstände zu beseitigen. Bei großen Parkflächen und Sportplätzen kommen Dosier- und Pflanzenschutzspritzen schnell an ihre Grenzen. Empfehlenswert ist derl Einsatz einer Anbau- oder Anhängefeldspritze bzw. eines Gießwagens, der an einen nicht zu schweren Schlepper angeschlossen werden sollte. Für alle Ausbringungstechniken gilt, dass ein Arbeitsdruck von der drei bis vier bar nicht überschritten werden darf, um die Nützlinge nicht zu schädigen.

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