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Wasser im Garten - Von wegen pflegeleicht

Ob groß oder klein, in einem Punkt unterscheiden sich Wassergärten nicht voneinander: Um auf Dauer funktionieren zu können, benötigen sie ein Maß an regelmäßiger Pflege. Dabei beschränken sich die Arbeiten auf wenige Maßnahmen, die ein bis zwei Mal im Jahr durchgeführt werden sollten. Ohne die regelmäßige Pflege sehen Brunnen, Tröge und Teiche schnell unansehnlich aus und mutieren von der Gartenzierde zum Schmuddelkind im Garten.

Im Grunde unterscheiden sich kleine und große Wassergärten kaum in ihrer Pflege. Einzig die Schwimmteiche und Swimmingpools machen eine Ausnahme, denn sie sollen möglichst das ganze Jahr über sauber sein.

Wellness nach dem Winter

Welchen Aufwand man mit dem Reinigen der Becken treiben möchte hängt in erster Linie vom persönlichen Reinheitsgebot ab. Je sauberer und ordentlicher ein Becken sein soll, desto häufiger muss ein Pflegegang erfolgen. Natürlich spielt auch in gewisser Form die Gestaltung eine Rolle, denn an formale Becken ohne Bepflanzung in einem modernen Garten wird ein höherer Sauberkeitsanspruch gestellt an als einen naturnaher Teich in einem romantischen Wildgarten. Begonnen wird mit der Pflege in den Herbstmonaten. Haben Sie diesen Zeitpunkt allerdings verpasst, dann können Sie das auch im Frühjahr nachholen. Solange noch Eis auf der Wasserfläche ist, lassen sich viele Sumpf- und Wasserpflanzen unkompliziert bis knapp über die Wasseroberfläche zurückschneiden. Ebenso die Samen- oder Fruchtstände von besonders dekorativen Pflanzen, die als Winterdekoration gestehen blieben. Auch Unterwasserpflanzen können im Bedarfsfall zurückgeschnitten werden, besonders wenn sie zu dichte Bestände bilden. Sumpf- und Wasserpflanzen bilden durch ihr rasches Wachstum schnell weniger konkurrenzstarke Pflanzen in die Enge. Durch ein wachsames Auge und ein beherztes Eingreifen lässt sich so die Artenvielfalt am Teich dauerhaft erhalten.

Pflanzen wie der Fieberklee (Menyanthes trifoliata) oder das Sumpfblutauge (Potentilla palustris) bilden sogenannte Schwingrasen aus. Durch lange, schwebende Triebe erobern sie den Lebensraum in tieferen Wasserzonen. Ein gelegentlicher Rückschnitt verweist sie wieder in die entsprechenden Grenzen.

Und da man sich schon in der Pflanzzone des Beckens befindet, bietet es sich an nach Fremdaufwuchs Ausschau zu halten. Das Entfernen der unerwünschten Pflanzen, seien es große Gehölze oder zu dominante Wildstauden, gehört ebenfalls zur Frühjahrespflege im Teich. Fremdaufwuchs ist in gewissen Ausmaß natürlich auch die Fadenalge, die gerade im Herbst noch einmal eine Wachstumsoptimum erreichen kann. Da sie im Winter absterben und damit zum Nährstoffüberschuss im Teich führen, entfernt man auch sie aus Pflanzzonen. Womit schon das nächste Tätigkeitsfeld angesprochen ist: an Beckenwänden und Beckenböden von Pools und Schwimmteichen lagern sich während der Badesaison Mulm, Algen und Kalk um im Herbst viel Laub ab, die einen unschönen Belag bilden. Besonders auf hellen Abdichtungen und den glänzenden Oberflächen der Edelstahlarmaturen fällt diese Ablagerung besonders stark auf. Je älter sie wird, desto fester haftet sie am Untergrund. Frühzeitig genug lässt sich der Belag mit Hilfe von harten Bürsten, einem Hochdruckreiniger oder einem speziellen Teichsauger gut entfernen. Obwohl Edelstahl nicht rostet kann sich durch bestimmte Ablagerungen auch eine Art Flugrost auf Leitern, Scheinwerfern oder Einströmdüsen bilden. Spezielle Reiniger lösen diesen Belag und schützen die Armaturen vor weiterem Belag. Einhängeleitern können zum besseren Schutz im Winter aus dem Teich genommen werden und in einem trocken Raum lagern. Ob der Mulm auf dem Beckenboden jetzt oder besser im Frühjahr abgesaugt wird ist schon fast eine Gewissensfrage. Die Entscheidung hängt unter anderem davon ab, wie biologisch aktiv der Teich ist und ob ein Netz die Wasserfläche vor Laub schützt. Biologisch sehr aktive Teich trüben sich im Frühjahr leicht einmal ein. Dieses Phytoplankton sinkt gemeinsam mit dem Laub auf den Beckenboden und sammelt sich dort in erklecklichen Mengen an. In natürlichen Teichen werden höhere Mulmmengen als in Becken, Pools und Schwimmteichen toleriert. Trotzdem darf er aus den schon erwähnten Gründen nicht zu stark werden. Die herbstliche Reinigung birgt also die Gefahr, im Frühjahr trotzdem wieder vor einem Becken mit starker Mulmschicht auf dem Beckenboden zu stehen. Kleiner Becken und Brunnen lässt man zur Reinigung besser komplett ab.

Laubnetze sind nützliche Helfer zur Pflege von größeren Wasserflächen. Ihr Maschenweite darf sinnvollerweise 5 mm nicht überschreiten, sonst fallen kleiner Blätter oder Nadeln durch die Maschen. Bei großen Netzflächen summieren sich stattliche Gewichte durch das nasse Laub, die bei falscher Befestigung der Netze zu deren Beschädigung führen können. Hängt das Netz auf Grund des Gewichtes durch und ins Wasser, lösen sich die Blätter und die darin gelösten Nährstoffe auf. Zelt- oder kuppelförmige gespannte Netze verhindern diesen Effekt, in dem das Laub seitlich abrutscht. Dementsprechend wichtig ist die seitliche Befestigung des Netzes, damit das Laub mit den Herbstwinden nicht darunter hindurch wieder in den Teich weht.
Neben der Vegetation gilt der Technik im Herbst ein kritischer Blick. Tauchpumpen können im Winter im Teich oder Becken stehen bleiben, aus Brunnen entfernt man sie am besten komplett. Zum Schutz der Motoren und Dichtungen überwintern sie frostfrei in einem wassergefüllten Eimer. Trocken aufgestellte Schwimmbadpumpen in einem Schacht oder einer Pumpenkammer werden entwässert und im Frühjahr wieder in Betrieb genommen.

Dann steht dem Winter nichts mehr im Wege.

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