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Ein paar Gedanken zur ständigen Suche nach "das geht noch billiger!"

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Da haben wir lange darauf gewartet. Endlich mal jemand, der sich des Themas "Billiger geht immer" annimmt und ein paar, aus meiner Sicht, vernünftige Gedanken dazu ausspricht. Sprich schreibt. Es ist John Ruskin, ein engl. Sozialreformer. Man schreibt ihm folgendes Zitat zu:

„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld. Das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“


Das klingt doch alles sehr vernünfitg, oder? Besonders vor dem Hintergrund, das wir ständig auf der Suche nach billigen Produkten und Ideen sind uns aber über die Auswirkugen dieser Suche kaum Gedanken machen. Ein Beispiel dafür: Die Zeitungsbeilage verspricht uns, dass es das Gemüse beim Discounter im Industriegebiet rund 20 km entfernt preiswerter als beim Bauernmarkt oder Tante Emma-Laden um die Ecke gibt. Da können wir sparen, also rein ins Auto und los. Im selben Atemzug beschweren wir uns, dass in der Schule immer häufiger Unterreicht ausfällt und die Arztpraxis unbesetzt bleibt. Wo der Zusammenhang ist, fragen Sie sich? Ganz einfach: Wenn die Infrastruktur im Dorf zerfällt, gibt es keinen Grund mehr, das Dorf als Wohnort zu wählen. Also ziehen weniger Menschen zu, die jungen Menschen ziehen in die Städte oder größere, besser organisierte Dörfer. Der Nachwuchs bleibt aus. Die Schule hat weniger Schüler, die Lehrerzahl wird gekürzt. Wird einer der Lehrer krank, kann das kein anderer mehr auffangen. Das spricht sich rum, also sinkt die Attraktivität des Dorfes noch mehr. Weniger Bewohner = weniger Patienten für den Arzt. Der bleibt dann auch weg. Sind Arzt und Schule erst mal weg, hat kein Unternehmen mehr Interesse am Dorf. Also bleiben auch die weg. Und alles nur, weil wir dauernd billiger einkaufen wollen, ohne uns die Konsequenzen zu verdeutlichen. An dieser Stelle kommt oft das Argument, dass ja alles teurer wird und wir uns das ja sonst nicht mehr leisten können. Doch ohne Arbeit gibt´s kein Geld. Ohne Geld nützt auch das günstigste Angebot nichs. 

Eigentlich ist es egal, wie wir das Pferd aufzäumen. Ich gehen davon aus, dass die steigenden Energiepreise z.B. beim Benzin das dörfliche Leben eher wieder beleben werden. Sie werden uns zwingen, überlegter mit unseren Einkäufen umzugehen. Dann geben wir wieder ein wenig mehr aus für etwas Besseres. Im Dorf. Dann gibt es mehr Arbeitsplätze, mehr Kinder, mehr Lehrer und einen Arzt.

Das ist aber alles sehr einseitig betrachtet, werden Sie sagen. Stimmt. Macht aber nichts. Es soll auch zum Nachdenken anregen. Ruskin tat das auch. Schon vor mehr als 110 Jahren.

Gelesen 3143 mal Letzte Änderung am Freitag, 21 Dezember 2012 15:15
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