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Licht und Wasser - Sorgfältige (Vor-)Planungen erwünscht–

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Fontaene aus der WandDie beleuchteten Brunnen und Wasserspiele von Las Vegas, wer kennt sie nicht? Diesen bekannten Vorbildern erfolgreich nachzueifern gelingt aber bei weitem nicht jedem Gestalter von Wasser- und Gartenanlagen. Dabei kann man mit ein wenig Detailkenntnis grobe Fehler vermeiden und effektvolle Stimmungsbilder hervorrufen. Einen Einblick in die wunderbare Welt des Wassers und des Lichts soll dieser kurze Beitrag bieten. Tauchen Sie ein, in die spannende Welt des beleuchteten Wassers.  Die Gartenbeleuchtung endet nicht am Gartenteich oder Wasserbecken. Auch Brunnen, Bachlauf & Co bekommen die ihnen zustehende Aufmerksamkeit durch eine fachgerechte Beleuchtung, sei es von innen oder von außen. Wasserflächen sind Details in der Gesamtplanung. Überstrahlen sie die restliche Gestaltung, ist der Gesamteindruck der Anlage schnell ruiniert. Das gilt übrigens auch beim Ausfall einzelner Leuchten in einem Beleuchtungskonzept, die ein ungewolltes schwarzes Loch hinterlassen. Die Gestaltungselemente Licht und Wasser ergänzen sich, stehen aber niemals im Wettstreit mit anderen Elementendes Gartens oder gar miteinander.

 Wasser - ein Spielverderber?

Beginnen wir mit einigen grundlegenden Überlegungen zum Thema Wasser und Licht. Für beides gilt: Je weniger verschmutzt, desto besser. Wasser im Garten bekommen wir als Fachleute durch Skimmer, Filter oder UVC-Lampen in den Griff. Ganz anders beim Licht. Das liegt sicherlich zum Großteil daran, dass sich über die „Verschmutzung“ der Umwelt mit zu viel Licht kaum jemand Gedanken macht. Doch Lichtsmog ist vermeidbar. Einigen Planern ist unbewusst, dass Unterwasserscheinwerfer die Tier- und Pflanzenwelt im Wasser massiv beeinflussen können. Fische z. B. sind durch 24 stündige Beleuchtungen irritiert, werden durch die fehlenden Ruhephasen gestresst und sind krankheitsanfälliger. Abgesehen von den Temperaturerhöhungen des Wassers durch lichtstarke Scheinwerfer. Dabei ist es ganz einfach, durch die Schaffung dunkler Bereiche (lichtfrei oder mit weniger Licht) im Becken oder Teich und mit großen Wasservolumina beiden Effekten entgegen zu wirken.

Technische Voraussetzungen

Vier Effekte sind bei der Verwendung von Licht im Wasser zu beachten:

            - Lichtbrechung
            - Lichtverteilung
            - Effekte bei bewegtem oder geschäumtem Wasser
            - Lichteffekte auf flachem oder leicht bewegtem Wasser

Lichtbrechung

Die Lichtbrechung ist abhängig vom Medium, das vom Licht durchwandert wird. Die Reflexions- und Lichtbrechungswinkel verändern sich, wenn Licht vom Wasser in die Atmosphäre tritt und umgekehrt. Ab einem Winkel von 49° wird Licht vollständig reflektiert und durchbricht die Wasseroberfläche nicht mehr. Wenig Probleme mit Blendungen erreicht man bei der Installation von Beleuchtungen am Wasser, wenn genau auf Abstrahl- und Brechungswinkel geachtet wird und der Scheinwerferkegel nur auf die Wasserfläche zielt. Auch hier gilt die Lichtplanerregel: Lichtrichtung ist gleich Blickrichtung.

Lichtverteilung im Wasser

Bei der Beleuchtung natürlicher Teiche (Gartenteich, Schwimmteich) gilt: Sie haben mehr Schwebstoffe als z. B. Naturpools, konventionell gereinigte Pools oder Becken, in denen durch dauerhaft feinfiltriertes Wasser wenig Schwebstoffe übrigbleiben. Viele Organismen im Teich sammeln sich nach dem Einschalten des Scheinwerfers in dessen Lichtkegel - mit dem Effekt, dass das anscheinend so klare Wasser plötzlich gar nicht mehr so einladend wirkt.

Effekte bei bewegtem, geschäumtem oder glattem Wasser

Schwimmteich im LichtBei bewegtem Wasser mit vielen Luftblasen, wie z. B. von Schaumsprudlern, „reagiert“ das Licht mit dem Wasser – es glüht, da die Lichtfarbe in den Bläschen reflektiert und weitergetragen wird. Am besten wird aufgeschäumtes Wasser daher von unten beleuchtet, der Scheinwerfer steht direkt unter der Stelle, an der ein Wasserfall auf die Wasseroberfläche trifft. Der Versuch, das nahezu blasenfreie Wasser eines Bachlaufs mit demselben Effekt zu beleuchten, schlägt oftmals fehl. Das Licht durchstrahlt den Wasserstrahl einfach oder wird von den glatten Wasseroberflächen eines Teiches reflektiert, ohne den gewünschten Effekt erzielt zu haben.

 

Der besondere Fall - der Wasserfall

Nicht alle Bachläufe, Sprudelsteine oder Brunnen sind permanent in Betrieb. Das hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Auswahl und den Standort der Unterwasserstrahler. Denn ist der Wasserfall oder Bachlauf nicht dauerhaft in Betrieb, sieht man u. U. die Leuchteninstallation und beeinträchtigt damit die Ästhetik der gesamten Wasseranlage. Bei mehreren beleuchteten Wasserfällen wird entweder der mit dem größtmöglichen Effekt beleuchtet oder alle Wasserfälle, abhängig vom Konzept des Lichtplaners und Gartengestalters ab. Sind jedoch die Leuchten zu nahe am Wasserfall oder zu weit entfernt, geht die Wirkung verloren. Je mehr Wasser fließt und je schneller es fließt, desto weiter entfernt vom Wasserfall muss die Leuchte stehen. Einzelne Wasserfälle beleuchtet man am besten bis oben zur Überfallkante hin, so dass sie von jeder Seite aus sichtbar beleuchtet sind. Dafür eignen sich Unterwasserstrahler und die LED-Schienen, die leicht unter einem Wasserfall montiert werden können.

Hauptsache dicht - Unterwasserinstallationen

Eine Regel besagt, dass Becken von innen nach außen beleuchtet werden. Je dunkler das Umfeld und je weniger Lichtreflexe auf der
Wasseroberfläche, desto eindrucksvoller ist die Beleuchtung. Unterwasserscheinwerfer betonen die Form von Wänden, Böden und die Oberflächentexturen des Materials. Ganz bewusst kann man sie zur Betonung von interessanten Materialien im Becken einsetzen, sofern eine hohe Reflexion durch Wand- oder Bodenmaterialien gegeben ist.

Ein weiterer Grund für die höheren Kosten der Unterwasserscheinwerfer sind die Pflege- und Installationskosten. Sie sind ca. 3-5 mal höher als für Überwasserstrahler mit ähnlichem Wattagen, bedingt durch ihre aufwändige Konstruktion. Nicht alle Unterwasserscheinwerfer darf man nur auf Grund ihrer Schutzklasse IP 68 auch außerhalb des Wassers einbauen. Die meisten von ihnen benötigen Wasser als Kühlmedium und die Trockenaufstellung muss der Hersteller ausdrücklich erlauben. Für die Installation und den Betrieb dieser Spezialleuchten muss der Fachmann besondere Vorschriften beachten z. B. die maximalen Leitungslängen, Aufstellung der Transformatoren etc. Letztere wandeln 230 V Wechselstrom in 12 V Gleichstrom um und haben gelegentlich die Schutzklasse IP 68. Damit darf man sie rein technisch gesehen auch unter Wasser aufstellen. Im Schadensfall liegt dann jedoch eine Spannung von 220 V im Wasser an, die eine Gefährdung für den unbedarften Besucher birgt, der nur mal kurz die Beine im Wasser abkühlen will. Im günstigsten Fall nur ein prickelndes Erlebnis.

Licht im Dunkeln?

Wie so oft zeigt sich auch bei der Beleuchtung, dass Wasser ein faszinierendes aber auch schwer zu beherrschendes Element ist. Ein unausgewogenes Lichtkonzept zerstört sehr schnell den Zauber, der von „glühendem Wasser“ ausgehen kann, lässt die Gestaltung im schlimmsten Fall zum kitschigen Abbild großer Vorbilder wie Las Vegas werden. Arbeiten Landschaftsarchitekt und Lichtplaner Hand in Hand, unterstützt von einem erfahrenen Landschaftsbauunternehmen, steht einer brillanten Beleuchtung des Mediums Wasser nichts mehr im Wege. In diesem Sinne: Bleiben Sie neugierig.

 

Gelesen 5406 mal Letzte Änderung am Dienstag, 12 Februar 2013 14:00
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