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3. Konstruktive Merkmale von bewachsenen Dächern

Dächer mit Dachneigungen bis 2 Grad stellen eine Sonderkonstruktion dar und müssen bei Dachbegrünungen ausreichend hydraulische Dränschichten besitzen. Ab 5 Grad können Substrate mit einem höheren organischen Anteil verwendet werden. Für Dächer ab 23 Grad kommen Schubschwellen und ggf. Rollrasen oder Vegetationsmatten als Erosionssicherung zum Einsatz. Von Begrünungen über 40 Grad sollte aus vegetations- und sicherheitstechnischen Gründen abgesehen werden.

Begrünungen von belüfteten Dachkonstruktionen hängen von der Tragfähigkeit der oberen Schale ab.

Nicht belüftete Dächer ohne Wärmedämmung sind i.d.R. unproblematisch zu begrünen, das gilt auch für die Konstruktion mit trittfester Wärmedämmung. Treten bei ungedämmten Bauweisen an der Unterseite der Konstruktion Minustemperaturen auf, kann dies zu Frostschäden führen.

Wichtig bei Umkehrdächern und Sonderformen (Duodach, Plusdach etc.), mit der Wärmedämmung oberhalb der Dachdichtung und Wurzelschutzbahn, ist ein dampfdiffusionsoffener Dachaufbau. Beim Umkehrdach sind einige Besonderheiten zu beachten. Da die Dämmung über der Dachdichtung liegt,( häufig bei nachträglicher Dämmung, Umbauten etc. eingesetzt) muss die Wärmedämmung verrottungsfest, feuchtigkeitsunempfindlich, druckfest und beständig gegen Frost und Tauwechsel sein. In Frage kommen dafür meist extrudierte PS-Schäume. Die Stärke der Dämmung richtet sich nach der Wärmebedarfsberechnung des Statikers oder Architekten.

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