Begrünte Dächer

Begrünte Dächer

Wohnen im Einklang mit der Natur

Schwimmteiche

Schwimmteiche

Beratung, Material & Abdichtung seit mehr als 37 Jahren

Biologischer Pflanzenschutz

Biologischer Pflanzenschutz

Fleißige Helfer für Gewächshaus & Garten

Kundenservice

Service & Bestellannahme: Mo.-Fr. von 7:30 bis 16:30 Uhr
04323-9010-0 (Teiche, Dächer, Technik & Zäune) 04326-9861-0 (Pflanzenschutz, Nützlinge & Saatgut)

SOZIALE NETZWERKE

Teilen Sie unsere Seite in Ihrem Profil

re natur ErosionsschutzmattenHänge kommen ins Rutschen und Schlammlawinen rollen ins Tal. Uralte Bäume stürzen um, unterspült und entwurzelt. Das sind einige Auswirkungen der Klimaveränderung, die in den letzten Jahren immer deutlicher auftreten. Umso wichtiger ist es, Flüsse, Bäche und Hänge dauerhaft zu stabilisieren. Erosionsschutzmatten aus Kokos und Stroh, Erosionsschutzgewebe aus Jute und Faschinen aus Weiden sind Hilfsmittel aus der Natur und für die Natur.

 Hang und Böschung

Häufig werden die Begriffe „Hang“ und „Böschung“ als Synonyme betrachtet. Doch sie haben unterschiedliche Bedeutungen. Ein Hang ist eine geneigte Erdoberfläche, natürlich entstanden wie z. B. ein Prallhang oder ein Gleithang im Flusslauf. Eine Böschung dagegen ist ein künstliches Bauwerk, eine Neigung, die verschieden hohe Ebenen miteinander verbindet und überall dieselbe Neigung (Böschungswinkel) aufweist.

So unterschiedlich die Definition, so gleich die Gefahren. Um die Erosion, das Abtragen oder Abrutschen von Erde oder Saatgut von der Oberfläche einer geneigten Fläche zu verhindern, sucht die Ingenieurbiologie immer neue Methoden. Bewährt hat sich, schon seit vielen Jahrhunderten, die Bepflanzung dieser Flächen mit Weiden (Salix in Arten) oder das Belegen der Fläche mit Erosionsschutz- oder Böschungsmatten. Die Wurzeln und Triebe der Pflanzen nehmen die Zugspannungen der oberen Bodenschichten auf, verteilen die Lasten und verhindern so das Abspülen oder Abrutschen der Flächen. Wichtig ist dabei, dass die Pflanzen die extremen Situationen aushalten können. Sie müssen trockenresistent (am Hang oder in Böschungen) sein und zeitweise Überstauungen (im Bachbett) aushalten können. Bei der Hangbefestigung graben die Profis ca. 20-40cm breite Gräben, setzen lebende Weidenfaschinen ein, befestigen diese Faschinen mit lebenden Weidenpfählen und verfüllen die Gräben anschließend. Sobald die Weiden Wurzeln schlagen, beginnt die natürliche Erosionssicherung.

Schutz von Ufern

10246 re natur Weiden Faschinen 3Ursprünglich waren die Ufer unsere Gewässer mit Wald bewachsen, der im Laufe der intensiven Landnutzung jedoch immer weiter zurückgedrängt wurde. Die Folge sind Erosion, Auskolkungen und hohe Strömungsgeschwindigkeiten. Hier setzt die Ingenieurbiologie ein und versucht mit Hilfe der Vegetation dem Uferschwund Herr zu werden. Weiden und Erlen in ihren vielen Varianten sind dafür besonders geeignet. Der Vorteil von Weiden: Sie sind extrem anpassungsfähig und lassen sich einfach verarbeiten. Aus ihnen entstehen Bauwerke (Flechtwerke), Faschinen und Walzen, die in der Gewässersanierung und Böschungs- oder Hangsicherung Verwendung finden. Die Vielfalt der Weiden als Böschungsschutz kennt kaum Grenzen. Ob Stecklinge, Ruten, Steckhölzer, Pflöcke, Setzstangen oder Flechtwerke (Weidenkämme, Spreitlagen) – Weiden wachsen. Und je dicker sie sind, desto besser wachsen sie an. Weiden (Salix-Arten) zählen zu den ältesten Baumitteln im Wasserbau. Allerdings sind sie nur begrenzt lagerfähig und Weidenstecklinge sind bis zum Anwachsen empfindlich gegenüber einer Überstauung. Der Einbau erfolgt am besten in einer Zeit, in der die Gefahr der Überflutung so gering wie möglich ist.

Natürlich haben sich die Faschinentechnik und die Materialien in den letzten Jahrzehnten verändert.

Heute finden neben Weidenfaschinen auch Kokosfaschinen mit und ohne Bepflanzung Verwendung im Gewässerschutz. Als Bepflanzung kommen Röhrichte (Sumpfsegge, Schlanksegge, Wasserschwaden, Schilf, Teichbinse, Rohrkolben, Kalmus, Sumpfschwerlilie) in Frage. In verschiedenen Dicken (20-60cm) lassen sich Kokosfaschinen optimal für jeden Einsatzzweck verwenden. Der Vorteil von Kokosfaschinen gegenüber Reisigfaschinen aus Totholz liegt auf der Hand: Sie halten deutlich länger und bürgen für eine lange Ufersicherung. Auf der anderen Seite handelt es sich um ein Material, dass um den halben Globus gefahren wurde, um bei uns als Ufersicherung zu dienen.

Böschungsmatten und Erosionsschutz

re natur Böschungssicherung KokosKünstliche Böschungen, z. B. an Straßen, Lärmschutzwällen oder Hanggrundstücken erodieren besonders leicht, solange noch keine Vegetation die Konsolidierung der Erden oder Substrate sichert. Das bedeutet: Die Niederschläge schwämmen das locker aufliegende Material ab oder der Wind verlagert es. Abhilfe schaffen neue Technologien wie der Erosionsschutz aus Geweben oder Matten. Fachlich macht es einen Unterschied, ob eine Matte oder ein Gewebe zum Einsatz kommt.

Gewebe bestehen aus zwei Fäden – Kette und Schuss. Sie sehen aus wie ein Netz, mit deutlich erkennbaren Maschen. Erosionsschutzgewebe sind sehr leicht, überzeugen jedoch mit hoher Stabilität als leichtes Flächengewebe. Ausgangsmaterial ist Jute oder Kokos, wobei Jute im Gewässerbau keine Anwendung findet. Dafür in der Dachbegrünung oder im Böschungsschutz, denn es ist wenig dehnfähig, jedoch ein guter Wasserspeicher. Optimale Bedingungen für das Auflaufen von Saatgut. Die geringe Haltbarkeit von Jute begrenzt den Einsatz von Jutegeweben zum Erosionsschutz auf ein bis zwei Jahre.

Stabiler und dauerhafter ist Kokos. Auch hier gibt es Gewebe zum Schutz vor Erosion. Oft wird Kokos allerdings als Böschungsmatte mit einer Lebensdauer von drei bis fünf Jahren eingesetzt. Im Gegensatz zu Geweben bestehen Matten aus losen Fasern (Jute, Kokos, Stroh, Heu, Wolle etc.), die quer durcheinander liegen und durch ein Ober- und Unternetz kompakt zusammengehalten werden. Das Netz besteht wahlweise aus Polypropylen oder Jute, je nach gewünschter Haltbarkeit der Matte. Böschungsmatten haben eine sehr hohe Filterstabilität und lassen sich sehr gut mit Saatgut bestücken. Sofern sie sorgfältig eingebaut (Bodenkontakt, stein- und erdklumpenfreier Untergrund, kurzfristige Lagerung) und befestigt werden, läuft die enthaltene Saat flächendeckend auf. Erosionsschutzmatten mit Saatgut sind keine Lagerware, denn das Saatgut würde bei langer Lagerung leiden. Schimmel und Feuchtigkeit schaden den natürlichen Produkten Kokos und Jute, weshalb sie am besten direkt nach der Lieferung eingebaut werden. Die Verwendung von Böschungsmatten mit Saatgut hat mehrere Vorteile. Einerseits lassen sich Saatgut und Matte in einem Arbeitsgang verlegen. Andererseits hält die Matte den Feuchtigkeitshaushalt konstant und begünstigt so eine gleichmäßige Keimung. Unabhängig vom Herstellungsmaterial (Jute, Kokos) sind die Böschungsmatten oder –gewebe biologisch abbaubar, flexibel und anpassungfähig.

Mulchmatte 4Eine Sonderform der Erosionsschutzmatten sind Mulchmatten. Von oben unterscheiden sie sich kaum voneinander. Den Unterschied macht die Unterseite, die bei den Mulchmatten aus einer Polypropylenfolie besteht. Sie lässt Feuchtigkeit von oben nach unten durch, allerdings kein Licht. Unerwünschte Pflanzen unter der Mulchfolie sind im Wuchs gehemmt, bis sich die Wunschvegetation durchgesetzt hat.

Auch Erosionsschutz- oder Böschungsmatten rutschen. Zumindest kurz nach der Verlegung. Abhilfe schafft die Befestigung mit den sogenannten Haften. Das sind Holz- oder Stahlnägel in Längen zwischen 200 – 400 mm. Welche Haften setzt man wofür ein? In der Praxis werden bei ton- oder lehmhaltigen Untergründen eher Stahl- als Holzhaften verwendet. Holzhaften könnten sich beim Quellen der Tonteilchen aus dem Boden drücken. Dafür schaden sie dem Mähgeräten bei der Böschungspflege weniger als die Stahlhaften, die sicherlich das ein oder andere Mähwerk abstumpfen ließen.

Zurück zur Übersicht

Nach oben