re natur ErosionsschutzmattenChancen und Risiken bei Böschungs- und Erosionsschutzmatten
Erosion hat viele Ursachen. Am stärksten unter Erosionen leiden neu gestaltete Böschungen an Verkehrswegen oder Bachläufen. Sie werden zum Teil so stark geschädigt, dass ihre Funktion nicht mehr gewährleistet ist. Die Erosion auf stark geneigten und neu modellierten Flächen basiert oft meistens auf der  Verlagerung der Bodenpartikel durch Wasser, dessen Ursachen sommerliche Starkregen, die kinetische Energie der auftreffenden Regentropfen und die wechselnden Frost-Tau-Zyklen sind. Es gilt: Je stärker geneigt die Fläche ist, desto höher ist die Gefahr der Erosion. Besonders gefährdet sind Sandböden. Kiesige Böden bzw. Böden mit hohen Schluff- und Tonanteilen neigen weniger stark zur Erosion. Erosion ist nicht nur ein optisches oder wirtschaftliches Problem: Durch die Verlagerung von großen Bodenmassen können schlussendlich auch Menschen in Gefahr kommen.  Der beste Schutz gegen Wind- oder Wassererosionen sind:

  • flache Neigungswinkel
  • raue Oberflächen
  • Mulchauflagen
  • dauerhafte Vegetationsdecken. 

Um die kritische Zeit zwischen Ausbringen des Saatgutes und dem Verwurzeln der Vegetationsdecke zu überbrücken, eigenen sich für erosionsgefährdete Flächen am besten Erosionsschutz- oder Böschungsmatten. Die Haltbarkeit der Böschungs- und Erosionsschutzmatten ist abhängig von ihrer Verwendung. In der Regel sind das einige Wochen bis Monate, solange, bis die Vegetation die Erosionssicherung übernehmen kann.
Die Voraussetzungen für die erfolgreiche Erosionssicherung ist eine glatte und ebene Profilierung des Untergrundes, damit die Erosionsschutzmatten gleichmäßig aufliegen und das Saatgut optimal keimen kann. Dazu muss die Fläche frei von Wildkräutern sein, die einen Bodenkontakt verhindern könnten.
Die Matten werden an den oberen und unteren Enden sowie in der Fläche mittels Haften mechanische Befestigung. Eine Überlappung von wenigen Zentimetern ist ausreichend. Bei den Haften hat man die Auswahl zwischen Metall-, Kunststoff- und Holzhaften. Aus technischen Gründen und bei stark bindigen Böden empfiehlt sich die Verwendung von Metallhaften, da Holzhaften im Quellvermögen des Bodens leicht angehoben werden können.
Der Erosionsschutz durch Gewebe hat auch seine Grenzen. So bieten sie z. B. bei:

  • sturzbachartigen Oberflächenabflüssen
  • Steinschlägen
  • Großflächigen Rutschungen mit Massenversatz
  • Erosion von stark (10-30 cm) mit Oberboden angedeckten Flächen
  • und stark fließenden Gewässern nur wenig Schutz.

 
Für Böschungen mit einer Neigung von 1: 2 bis 1:3 und dem Wunsch einer ingenieurbiologischen Lösung zum Erosionsschutz bieten sich Erosions- und Böschungsmatten aus Kokos, Stroh oder Mischgeweben wie kein zweites Material an. Ihr Einsatz bietet viele Vorteile:

  • Vermeidung und Reduzierung einer Zerstörung der Bodenaggregate durch Starkregen
  • Reduzierung der kinetischen Energie der Regentropfen (mechanischer Abtrag)
  • Verhinderung der Bodenverschlämmung und Erhaltung der Wasseraufnahmefähigkeit
  • Erhöhung der Rauigkeit der Oberfläche und damit eine Reduzierung die Reduzierung der Geschwindigkeit der Erosionskräfte
  • Reduzierung der Fließgeschwindigkeit in Ufernähe durch erhöhte Rauigkeit bei Fließgewässern
  • Beschattung und damit verbesserter Feuchtigkeitshaushalt führen zu einer besseren Saatgutkeimung
  • Reduzierte Frosteinwirkung und Aggregatstörung des Bodens
  • Einarbeitung und Verwendung von standorttypischem Saatgut zum optimalen Erosionsschutz.

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Hier finden Sie unsere Erosionsschutz- und Böschungsmatten ohne zusätzliches Saatgut und hier alle Matten mit integriertem Saatgut zur Böschungsbegrünung.

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