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Der Klimawandel hat viele Gesichter. Zu seinen dramatischen Auswirkungen zählt die Erosion von Böden, Hängen und Ufern. Wind, Wasser und Wellen sorgen jedes Jahr dafür, dass mehrere Milliarden Tonnen an Böden abrutschen oder weggespült werden. Auch der Mensch trägt seinen Anteil dazu bei, dass z. B. durch intensive Landwirtschaft oder Baumaßnahmen (Straßenbau) Böschungen abrutschen und Ufer abreißen. Abhilfe schaffen Erosionsschutzgewebe aus Jute, Kokos, Holz oder Stroh.

re natur RillenerosionEs gibt mehrere Arten von Erosion. Von besonderer Bedeutung sind die lineare Erosion und die Flächenerosion. Erstere tritt die besonders an Hängen nach starken Regenfällen auf. Das oberflächig schnell ablaufende Wasser fräst sich in den lockeren, frisch angefüllten Boden und hinterlässt mehr oder weniger tiefe Rillen. Diese Art von Erosion wird daher auch Rillenerosion genannt. Zerren dagegen Wind, Wellen und Starkregen an der Oberfläche einer Böschung, rutschen unter Umständen große Flächen ab, weshalb man auch von Flächenerosion spricht. Oft vergessen und unterschätzt wird die Erosion durch Schichtenwasser.

 

 

 

 Gerade vore natur abgerutschte Böschung durch Schichtenwassern Hängen wie beim Straßenbau angeschnitten oder Becken aus dem gewachsenen Boden ausgebaggert werden, kommt es zum Anschnitt von wasserführenden Schichten. Meistens sind es wasserundurchlässige Schichten aus Ton oder Lehm im Boden, die im Boden wie eine Art Rinne fungieren. Der Regen dringt nur soweit in den Boden ein, bis er auf diese Sperrschicht trifft und läuft so lange auf ihr ab, bis die Sperrschicht entweder natürlich endet oder durch Baumaßnahmen zerstört wurde. Wem das beim Bau nicht auffällt, der erlebt später böse Überraschungen, z. B. durch abrutschende Hänge. Die Anforderungen an die Materialien zur Herstellung von Böschungsgeweben, Erosionsschutzmatten und Uferfaschinen sind also hoch. Welche Materialen eignen sich für den nachhaltigen Erosionsschutz?

 

Eine der häufigsten Ausgangsstoffe für Erosionsschutzmatten ist Jute. Diese Naturfaser wird überwiegend aus Asien importiert. Jutematten oder Gewebe sind sehr leicht, sehr reißfest und verrotten schnell, da sie eine gute Wasseraufnahmekapazität haben. Achtung bei allzu preiswerter Ware, denn die Jutefasern dieser Billigprodukte können mit Mineralöl belastet sein.

re natur Erosionschutzmatte Kokos an der AutobahnAlternativ zur Jute findet Kokos großen Einsatz als Erosionsschutzmaterial. Das Rohmaterial wird überwiegend aus Sri Lanka, Indien und Afrika in großen Ballen bezogen und anschließend zu den unterschiedlichsten Materialien verarbeitet. Kokos selbst hat nur kurze Fasern, weshalb Erosionsschutzmatten oder Faschinen überwiegend versteppt angeboten werden. Daher eignet sich Kokos optimal für die Kombination mit anderen Materialien wie Holzfasern oder Stroh, womit auch gleichzeitig die Wasserspeicherfähigkeit der Erosionsschutzmatten erhöht wird. Kokosfasern sind biologisch abbaubar, jedoch deutlich länger haltbar als Jutefasern, weshalb sie oft im Gewässerbau eingesetzt werden.

Immer häufiger wird nach Alternativen zu Jute und Kokos als Ausgangsmaterial für Böschungsmatten, Erosionsschutz oder Faschinen gesucht. Als sinnvolle und oft lokale Alternative bieten sich Stroh und Holzfasern an. Teilweise gibt es auch Experimente mit Matten aus Schafwolle. Die Naturfasern Holz und Stroh sind meistens mehrlagig und eignen sich besonders für die Verwendung bei Erosionsmatten mit eingestepptem Saatgut. Allerdings sind Holzfasern und Stroh beim Zersetzungsprozess starke Stickstoffzehrer. Um eine gute Entwicklung der Vegetation zu erzielen, ist eine Startdüngung z. B. mit organischem Langzeitdünger Animalin, eine gute Wahl. Nachdem das Saatgut gekeimt und gut eingewachsen ist, kann das Trägermaterial – je nach Materialauswahl - nach wenigen Monaten bis Jahren komplett verrotten.

re natur Holzhaften für ErosionsschutzZu wenig Beachtung bei der Verwendung von Erosionsschutzmatten findet das Befestigungsmaterial und die richtige Untergrundbehandlung bei der Böschungssicherung. Wichtig bei allen Matten mit Saatgut ist der permanente Bodenkontakt, damit die Saat auch keimen kann. Zur Befestigung von Geweben und Netzen mit einer relativ offenen Struktur und großen Maschenweiten, sind u-förmig gebogene Drahtbügel das Mittel der Wahl. Die Bügel sind günstig und lassen eine Befestigung über mehrere Maschen der Netze zu. Bei den Böschungsmatten haben sich Haften aus Metall und Holz durchgesetzt, die es in unterschiedlichsten Längen gibt. Wer allerdings seine Böschungen regelmäßig mähen möchte oder muss, dem sei dringend zu Holzhaften geraten. Denn bei sandigen Böden „wachsen“ die Drahthaften eventuell wieder aus dem Boden und können das Mähwerk der Mähmaschine beschädigen. Diese Gefahr besteht bei Holzhaften nicht. Mittlerweile gibt es auch hier schon ökologische Haften aus Mais- oder Kartoffelstärke, die sich rückstandslos im Boden zersetzen. Aus unserer Sicht die optimale Befestigung für Holz- oder Strohmatten zur Erosionssicherung. Für Netze oder Gewebe mit großen Maschenweiten sind sie auf Grund des kleinen Kopfstückes jedoch ungeeignet.

 Eine Übersicht der Erosionsschutzmatten und Mulchmatten finden Sie hier: Übersicht Erosionsschutzmatten und Übersicht Mulchmatten

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