Fach-Glossar

Phosphorkreislauf
Stichwörter: Phosphat, Kreislauf, Phosphor

Der Phosphorkreislauf hat für jedes Gewässer eine übergeordnete Bedeutung, da Phosphat in der unbeeinflussten Natur der limitierende Faktor für das Wachstum von Pflanzen und Algen ist.

Durch menschliche Einwirkung freigesetzter Phosphor gelangt meist als Phosphat über Regen, gereinigtes Abwasser, Grund- und Oberflächenwasser, aber auch als Leitungswasser in Flüsse, Seen und Teiche.

Natürliche Phosphate werden nur in sehr begrenzter Menge durch die Verwitterung von phosporhaltigem Gestein (z. B. Apatit) freigesetzt.

Ist in der freien Natur der Einfluss der Phosphateintrag durch die Landwirtschaft am größten, so stammt das Phosphat im heimischen Zier- oder Schwimmteich meistens aus dem Leitungswasser bzw. dem Brunnenwasser.

Das im Wasser gelöste Phosphat ist für Algen und Wasserpflanzen verfügbar und wird in deren Biomasse eingebaut. Auch Mikroorganismen, die sich von lebender oder abgestorbener Biomasse ernähren nehmen hierbei Phosphor auf und bauen diesen in ihre Biomasse ein.

Solange Phosphor bzw. Phosphate nicht aktiv aus dem Gewässer entfernt werden, können diese bis zu 30 mal pro Jahr in die Biomasse eingebaut und beim Absterben von Algen und Mikroorganismen wieder freigesetzt werden.

Als Möglichkeiten zur Senkung des Phosphorgehaltes übermäßiger Algen/- Pflanzenwuchs regelmäßig aus dem Gewässer entfernt werden, oder das Phosphat mittels chemischer Fällung in eine wasserunlösliche Form überführt werden, so dass es dann nicht mehr bioverfügbar ist.




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