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MMM Forum 2012Mitarbeiter, Motivation und Marketing – drei Bereiche, die jeden Unternehmer betreffen und die am 2. November einmal mehr das thematische Fundament des MMM-Forums in Schleswig-Holstein bildeten. Nach der gelungenen Premiere im Jahr 2010 hatten das Unternehmen re-natur und der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein (FGL) zum zweiten Mal Mitglieder und Kunden zum Branchentreff in den Kräuterpark Stolpe geladen. Die Gäste erwarteten viel Raum für Gespräche und angeregt diskutierte Expertenvorträge rund um die Themen Motivation, Mediation und nachhaltige Unternehmensführung.

Die Anmeldezahlen waren nur ein Indikator dafür, dass sich das MMM-Forum in der Branche bereits nach der ersten Durchführung vor zwei Jahren einen guten Namen gemacht hat: Mit 18 Teilnehmern aus 15 landschaftsgärtnerischen Fachbetrieben waren allein 15 Prozent der FGL-Mitglieder der Einladung zur Forumsfortsetzung gefolgt. „Diese Quote zeugt von einem großen Interesse auf Seiten unserer Mitgliedsbetriebe“, so der Verbandsgeschäftsführer Achim Meierewert. Komplettiert wurde das Fachpublikum von mehr als 50 Dachdeckern, Zimmerleuten, Fachhändlern und Vertretern von Baumärkten aus dem gesamten Bundesgebiet. „Ziel des MMM-Forums ist es, Geschäftspartner und Kollegen zu inspirieren und ihnen neue Ansätze für eine moderne und gesunde Unternehmensführung nahezubringen“, sagte Jörg Baumhauer, der das Unternehmen re-natur seit 2009 nach der Management-Methode TEMP führt. Nur gut organisiert zu sein, so der erfahrene Unternehmer, reiche schon lange nicht mehr aus, um einen Betrieb zukunftssicher zu machen. Die Fähigkeit, Mitarbeiter langfristig zu motivieren, eine eigene unermüdliche Motivation, sich in den täglichen Wettbewerb zu stürzen, ein professioneller Umgang mit Konfliktsituationen und eine nachhaltige Philosophie seien entscheidend für den unternehmerischen Erfolg.

Untermauert wurde dieser Ansatz beim MMM-Forum von Johannes Hüger, Mastertrainer bei TEMPUS und Coach im Bereich Selbst- und Menschenführung. Sein Vortrag mit dem vielsagenden Titel „Motivation 3.0“ begeisterte Publikum und Referenten gleichermaßen. „Das Zuckerbrot und Peitsche-Prinzip aus dem vergangenen Jahrhundert funktioniert nicht mehr. Wir brauchen ein Upgrade“, so die provokante Forderung Hügers. Der Experte sprach sich für einen intrinsischen Motivationsansatz aus, der menschliche Grundbedürfnisse, zum Beispiel nach Sinnerfüllung, Selbstbestimmung und Wertschätzung, bedient und die individuellen Stärken der Mitarbeiter fördert. „Die Herausforderungen sollten den Fähigkeiten entsprechen, denn nur Leidenschaft kann Exzellenz hervorbringen“, so Hüger.

Dass auch Führungskräfte oft Konflikte zwischen ihren Neigungen und Pflichten ausfechten, kann Frank Chr. Hagen, Präsidiumsmitglied des FGL und Inhaber des Unternehmens Hagen Baumpflege, gut nachvollziehen. „Unternehmer müssen viele Dinge tun, die aufgrund ihrer Ausschließlichkeit zur Belastung werden“, sagt er. „Ich verbringe inzwischen die meiste Zeit im Büro, obwohl ich doch aus ganz anderen Gründen Baumpfleger geworden bin“. Der Vortrag von Hüger habe ihm gezeigt, dass auch er als Geschäftsführer auf derartige Signale hören müsse. „Ich sollte im Betrieb wieder mehr Aufgaben übernehmen, die mich wirklich ausfüllen. Nur dann kann ich auf Dauer ausgeglichen und motiviert mein Unternehmen führen“, so sein Fazit.

Ausgeglichen ist außerdem, wer Konflikte offensiv und produktiv zu lösen versteht. Diese These vertrat der Rechtsanwalt und Mediator Bernd Jürgens in seinem Vortrag mit großer Überzeugung. Streit vermeiden sei der der falsche Weg, denn, so Jürgens, „dauerhafte Konflikte zwischen Unternehmern demotivieren, kosten Kraft und Zeit, vernichten oft gute Geschäftsbeziehungen und führen betriebswirtschaftlich zu schlechteren Ergebnissen“. Wer meine, keine streitvermeidenden Maßnahmen treffen zu müssen oder einen aufkeimenden Streit aussitzen zu können, zahle am Ende drauf. „Deshalb gilt: die Konfliktvermeidung muss zum Unternehmensziel werden“, resümierte Jürgens. Als ausgebildeter Mediator empfahl der Fachmann, im Streitfall eine gütliche Einigung anzustreben. „Ich fand es spannend zu hören, wie ausgebildete Mediatoren bei einem Konflikt die Vermittlerrolle übernehmen und gemeinsam mit dem Kontrahenten eine Lösung erarbeiten“, sagte Bärbel Borchers vom Unternehmen Thomas Borchers Garten- und Landschaftsbau. Während ein Gerichtsverfahren auf die Vergangenheit ausgerichtet sei, hätte die Mediation auch die Zukunft im Blick. „Es gibt hier im Idealfall nicht die klassische Gewinner-Verlierer-Konstellation, sondern eine Einigung, die alle Parteien zufriedenstellt. Auf diese Weise haben Geschäftsbeziehungen die Chance, auch nach dem Streit weiter zu bestehen. Das ist für mich durchaus erstrebenswert“, sagte die Unternehmerin.

In die Zukunft schauen und ein Unternehmen verantwortungsbewusst und in jeder Hinsicht nachhaltig zu führen, diesen Ansatz lebt und vertritt seit vielen Jahren auch die memo AG. Hierfür wurde der Versandhandel für umwelt- und sozialverträgliche Produkte für Büro, Schule, Haushalt und Freizeit bereits mehrfach ausgezeichnet. Lothar Hartmann, Leiter des Nachhaltigkeitsmanagement bei der memo AG, zeigte in seinem Vortrag sehr anschaulich, wie qualitative, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zusammenspielen, damit ein nachhaltiges Konzept im Unternehmen erfolgreich umgesetzt werden kann.

Für die Teilnahme am MMM-Forum erhoben die Organisatoren keinen Eintritt. Stattdessen sammelten sie Spenden für das Kinderhospiz „Die Muschel“ in Bad Segeberg. Die nachhaltig arbeitende Druckerei hansadruck aus Kiel stiftete die Blöcke für die Teilnehmer, die Memo AG die Kugelschreiber. Zum Ende des Tages waren sich die Besucher des MMM-Forums darin einig, dass es den Veranstaltern und Referenten auch dieses Mal gelungen ist, den viele zukunftsfähige Impulse für das unternehmerische Handeln zu geben. „Ich gehe nun selbst sehr motiviert und mit vielen guten Ideen nach Hause und zurück in den Betrieb. Auf das nächste MMM-Forum freue ich mich schon“, so das positive Feedback von Bärbel Borchers.

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