Nährstoffelimination
Große Bedeutung kommt hier den Hauptnährstoffen N und
P zu. 1 Mikrogramm P ermöglicht das Wachstum von 1 mg Algen,
spielt somit neben N eine entscheidende Rolle in der Gewässereutrophierung.
Vorwiegend ortho-Phosphate im Grauwasser sind es, die im Boden als
P-Metall-Komplexe in einer physik.-chem. Reaktion festgelegt werden,
je höher der Anteil an Fe- und Al-haltigen Sorptionskomplexen
im Boden und je sauerer und feinkörniger das Material ist.
Durch die Ernte der Pflanzen wird nur etwa 5 % des Gesamtzulaufs
an P entzogen. Je feinkörniger der Boden, desto besser die
P-Adsorption an Ton- Schluff- und Fe-, Al-Fraktionen. Dabei gibt
es auch jahreszeitliche Schwankungen. Durch die Wahl geeigneter
Filtermaterialien (eisen oder bauxithaltig) oder durch die Zugabe
von Fe- oder Al-haltigen Verbindungen (entölte Eisenspäne)
kann die P-Eliminationsrate gesteigert werden. Häusliche Abwässer
sind durch fäkale Verschmutzung häufig stark mit N-Verbindungen
angereichert, die mit Hilfe der Nitrifikation und Denitrifikation
in SBK zerlegt werden sollen.
Berechnet man die Verteilung des N, so ergeben sich folgende Werte:
- Auswaschung 15%
- Pfl.inkorporation 26%
- Boden <1%
- Denitrifikation
- Nitrifikation 60%
- org. C-Quelle, Material mit weitem C:N-Verhältnis (Stroh, Hobelspäne)
- Sorptionskapazität der Tonminerale
- O2-Konzentration < 0,5 mg/l, anaerobes Milieu
- pH 6,5
- niedrige Temperaturen, Optimum bei 4 oC
