Sichtschutz KastanieChancen und Risiken

Neben Materialauswahl und Einsatzzweck wirft die Verwendung von Holz im Freien schnell die Frage nach seiner Haltbarkeit auf. Dieser Sorge lässt sich durch Vermittlung von Kenntnissen über den werkstoffgerechten Umgang mit Holz begegnen.
Ungeachtet der Regeln des konstruktiven Holzschutzes bis zum maßvollen Einsatz von Holzschutzmitteln ist dabei immer zu bedenken, dass kein Baumaterial unendlich haltbar ist. Holz bietet hier einige Vorteile: nach einer angemessenen Lebensdauer können aufgrund der guten Bearbeitbarkeit und des geringen Gewichtes einzelne Bauteile ohne viel Aufwand ausgewechselt werden. Und die Verwendung von Holz als nachwachsender Rohstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft  ist ökologisch unbedenklich.
 

Baurechtliche Vorschriften

Für bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnungen (z.B. Einfriedungen über 1,80 m Höhe) fordert der Gesetzgeber Baugenehmigungen und für tragende Bauteile eventuell auch Standsicherheitsnachweise (Statik). Ob eine Anlage genehmigungspflichtig ist oder nicht, sollte im Zweifelsfall durch eine Nachfrage beim örtlichen Bauordnungsamt oder bei Fachleuten (Architekten oder Ingenieure) geklärt werden. Grundsätzlich gilt es, vor Baubeginn zu fragen, auch den Nachbarn.
 

Grundlagen des konstruktiven Holzschutzes

Holz ist ein organischer Baustoff und unterliegt dem Stoffkreislauf der Natur. Wenn die Holzfeuchte nicht langfristig deutlich über 20% liegt, ist nicht mit einem Pilzbefall zu rechnen (Gefährdungsklasse GK 0). Dieses wird bei Anlagen oberhalb des Bodens oder des Wassers  vor allem durch baulich-konstruktive Maßnahmen erreicht. Weiterer baulicher Holzschutzes kann das Anfasen von Holzkanten, das Vermeiden waagerechter Holzflächen oder Aufständerung sein, um eine längere Befeuchtung zu vermeiden.
Im Außenbereich eingesetztes Holz ist ständig der Witterung (Sonnenstrahlung, Wechsel von Nässe  und Austrocknung) ausgesetzt. Diese Einwirkungen verändern die Oberfläche, das Holz vergraut,  Anstriche oder Beschichtungen können dies verhindern oder verlangsamen.
 

Beanspruchungen im Außenbereich

Die Normen DIN 68 800-3 und DIN EN 335-1 stufen Holzbauteile in sogenannte Gefährdungsklassen ein. Je höher die Klasse, desto größer ist die biologische Gefährdung, der die Hölzer dort ausgesetzt sind. Die höchste Gefährdungsklasse GK 4 umfasst Holzteile in ständigem Erd- und / oder Wasserkontakt und ist auch dann anzusetzen, wenn damit gerechnet werden muss, dass sich Schmutz in Rissen und Fugen ablagert und dort Feuchtigkeit in besonderem Maße speichert.
 

Oberflächenbehandlung

UV-Licht und Regen greifen die Holzoberfläche an, Holzbestandteile an der Oberfläche werden chemisch verändert und ausgewaschen,  die Holzoberfläche vergraut. Dies verhindert ein vorbeugender chemischer Holzschutz, z. Bsp. eine Kesseldruckimprägnierung nach DIN 68 800-3, nicht. Lasuren oder Deckfarben erzielen einen ausreichenden physikalischen Schutz des Holzes, farblose Beschichtungen hingegen weniger. Es empfiehlt sich, die Hölzer und besonders die Hirnholzflächen schon vor der Montage zu beschichten. Alle Imprägnierungen oder Beschichtungen haben den Nachteil, dass das Holz nach seiner Gebrauchsdauer aufwändig als Sondermüll zu entsorgen ist.
 

Rutschverhalten 

Das Rutschverhalten eines Terrassenbelags aus Holz ist unter anderem von Faktoren wie Witterung (nass oder trocken), Oberfläche (glatt oder geriffelt), Beschichtung (Öl, Lasur oder keine) sowie von einem eventuell vorhandenen oberflächlichen Biofilm abhängig. Ergebnisse und Erfahrungswerte abgeschlossener Forschungsprojekte zu Holzterrassen haben ergeben, dass glatte Oberflächen im Vergleich zu profilierten einen höheren Gleitreibungskoeffizienten haben und sind somit weniger rutschig sind (Schieneneffekt). Die Profilierung wirkt sich jedoch auf die Optik aus, da durch sie Druckstellen, Holzfehler und Abnutzungserscheinungen weniger auffallen. Empfohlen wird ein regelmäßiges Reinigen der Holzoberfläche mit Wasser und einer Bürste - dies entfernt den Biofilm, Laub, Sand, Steine, etc.

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