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Der zur Schmetterlingsfamilie Wickler (Tortricidae) gehörende Falter ist einer der wichtigsten Schädlinge im Obstbau. Ein großer Teil der Apfelernte kann durch den Fraß seiner Raupen an den Früchten zerstört werden. Der nur etwa 10 mm lange Apfelwickler ist dämmerungsaktiv und fliegt bei Temperaturen ab 15 °C. Die grauen Vorderflügel weisen am Außenrand einen charakteristischen rotbraunen Fleck auf und der Falter erreicht eine Spannweite von bis zu 20 mm. Der Apfelwickler kommt hauptsächlich an Apfel, aber auch an Kirsche, Birne und Pflaume sowie gelegentlich an Walnuss und Pfirsich vor. Die Hauptflugzeiten der Falter sind Mitte Mai und im Juli/August.

 

Entwicklung des Apfelwicklers im Jahresverlauf

Die 1. Falter-Generation schlüpft ab Mitte Mai. Die uhrglasähnlichen, ovalen und weißlich gefärbten Eier (20 - 80 Stück) werden im Mai vorrangig an die Rosettenblätter abgelegt, später auch direkt an die Früchte oder an Triebe. Nach ca. 8 - 14 Tagen schlüpfen die Raupen und fressen an der Apfelschale, bevor sie sich 3 - 4 Tage später entweder durch die Seite oder den Kelch in die Frucht einbohren. Die bis zum Kerngehäuse reichenden Bohrgänge sind mit Kot gefüllt. 

Wenn Ende Juni die ersten Früchte zu Boden fallen, verlassen die Raupen die Äpfel meist durch ein weiteres Loch auf der gegenüberliegenden Seite des Einbohrloches. Während der Fraßperiode von insgesamt 4 Wochen haben die Raupen 5 Entwicklungsstadien durchlaufen und sind bis 2 cm lang geworden. Sie spinnen sich überwiegend am Stamm hinter Borkenschuppen ein, aber ein Teil verbleibt auch im Boden in Stammnähe. Meistens erfolgt noch die Verpuppung und der Schlupf der 2. Falter-Generation ab Mitte Juli sowie die Eiablage im August.

Die daraus schlüpfenden Raupen schädigen die heranreifenden Früchte, was zur Notreife und Fruchtfall führt. Die auswandernden Raupen der zweiten Generation überwintern in Rindenritzen und anderen Verstecken am Baum und die Verpuppung erfolgt Ende April – Anfang Mai, bevor dann der Kreislauf von vorne losgeht.

 

Insektenpathogene Nematoden als Nützlinge gegen die überwinternden Raupen des Apfelwicklers

Ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung des Befalls ist die Bekämpfung der Raupen, wofür insektenpathogene Nematoden (Produkt nemapom®) eingesetzt werden können. Die Anwendung ist in der Zeit von September bis Dezember bei feuchtem Wetter mit Lufttemperaturen von mehr als 8 °C möglich. Die Nematodenlösung wird an die Stämme und unteren Äste gesprüht und die sich hinter Rindenschuppen verbergenden Raupen werden durch die Nematoden parasitiert und abgetötet.

Zusätzlich kann die Zahl der Apfelwicklerraupen dezimiert werden, indem ab Ende Juni Wellpappegürtel in 30 - 50 cm Höhe um den Stamm befestigen werden. Die aus den heruntergefallenen Äpfeln herauswandernden Larven nutzen diese als Unterschlupf und verstecken sich darunter. Die Gürtel sollten bis zum September wöchentlich auf Larven untersucht werden und die Tiere entsorgt werden.

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