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Parasitäre Fadenwürmer (Nematoden) spielen in der Biologischen Schädlingsbekämpfung eine große Rolle und besonders bei im Boden lebenden Schädlingen zeigen sie beeindruckende Wirkungsraten. Auch gegen die sich tagsüber in Erdlöchern versteckenden Nacktschnecken kann bereits bei Bodentemperaturen von mehr als 5 °C die nur ca. 1,5 mm  große, heimische Art Phasmarhabditis hermaphrodita eingesetzt werden.

Weiterlesen: Nematoden gegen Nacktschnecken einsetzen

HA wolllaeuse Pseudococcus longispinusInzwischen wurden die meisten Kübelpflanzen wie Oleander, Engelstrompete, Bougainvillea, Kartoffelstrauch und Co wohl ins Trockene zur Überwinterung geholt, damit sie auch im kommenden Jahr wieder ihre prachtvollen Blüten präsentieren. Spätestens dann, wenn erste klebrige Beläge, sog. Honigtau, auf den Blättern sichtbar werden, ist klar: huckepack auf den Pflanzen wurden Schädlinge gleich mit eingewintert. Doch gibt es auch für die kühlere Zeit Nützlinge, um sie biologisch zu bekämpfen?

Weiterlesen: Pflanzenschutz in Wintergärten und Innenräumen

Schon seit Adalia septempunctatadem Beginn der Kultivierung von Pflanzen für die eigene Ernährung muss der Mensch seinen Anspruch auf die Ernte gegen tierische „Mitesser“ verteidigen. Zu den pflanzenverzehrenden Tieren gehören überwiegend Insekten, Milben, Nematoden und Schnecken. Da es immer das Ansinnen des Menschen war, die Ernten zu vergrößern, kam der Bekämpfung dieser Nahrungskonkurrenten erhebliche Bedeutung zu. Sie wurden zu Schädlingen erklärt und Methoden entwickelt, um sie auszuschalten.

Weiterlesen: Biologischer Pflanzenschutz mit Nützlingen

HA Aphidoletes thumbDer Nützling Aphidoletes aphidimyza ist eine heimische, nacht-aktive räuberische Gallmücke, deren Larven sich von Blattläusen ernähren. Typisches Merkmal der Weibchen ist ihre grau-bräunliche Körperfärbung mit dem orangefarbenen Hinterleib.

Die ca. 2 mm großen Weibchen ernähren sich von Honigtau der Blattläuse und legen bis zu 200 Eier gezielt in Blattlauskolonien ab.

HA Gallmuecke in Kolonie thumb

Die nach 3 Tagen schlüpfenden, orangefarbenen Larven entwickeln sich innerhalb von 1 bis 2 Wochen über 4 Larvenstadien. Zur Nahrungsaufnahme stechen sie die Blattläuse an und injizieren ein Lähmungsgift. Das Innere der Blattlaus wird durch die Abgabe von Verdauungsenzymen aufgelöst und ausgesaugt. Von einer Gallmückenlarve können 20 - 50 Blattläuse getötet werden. Dabei ist die Fraßleistung abhängig von der Größe der Blattläuse, der Blattlausdichte und der Luftfeuchte. Nach der Larvenentwicklung erfolgt die Verpuppung im offenen feuchten Boden. Sie dauert etwa 14 Tage und endet mit dem Schlupf des erwachsenen Tieres.

HA Larve Gallmuecke thumb

Da die Larven für ihre optimale Entwicklung eine relative Luftfeuchte von über 70 % benötigen, versuchen sie trockenere Bedingungen durch die vermehrte Aufnahme von Blattlaus-Gewebsflüssigkeit zu kompensieren. Die Überlebensrate der Larven sinkt jedoch unter trockenen Bedingungen erheblich.

Den Nützling Aphidoletes aphidimyza können Sie in unserem Online-Shop bestellen.

Aphidius ervi an Aphis farinosa

Die Schlupfwespe Aphidius ervi ist zwischen 2,8 und 4,1 mm groß und dunkel gefärbt. Der Nützling wird oft in Kombination mit Aphidius colemani eingesetzt, wodurch ein großes Spektrum an Blattlaus-Arten abgedeckt wird. Wie bei allen endoparasitischen Formen hängt die Körpergröße der Parasitoiden von der Größe der parasitierten Blattlaus ab, in der sich die Schlupfwespe entwickelt hat. Erwachsene Tiere ernähren sich vom Honigtau der Blattläuse oder von Nektar.

Die Weibchen legen im Laufe ihres zweiwöchigen Lebens über 200 Eier mit Hilfe ihres Legebohrers in Blattläusen ab. Nach nur 1 - 2 Tagen schlüpft die Larve, die nach 4 Larvenstadien und einem Puppenstadium zum adulten Insekt wird. Die Larve ernährt sich von der Blattlaus, die erst kurz vor der Verpuppung der Schlupfwespenlarve abstirbt und zu einer sandfarbenen Mumie wird. Parasitierte Blattläuse sind an ihrer aufgedunsenen, runden Gestalt zu erkennen. Die erwachsene Schlupfwespe verlässt nach einer ca. 5-tägigen Puppenruhe den Wirt, indem sie ein kreisrundes Loch in die Blattlausmumie schneidet.

Bereits unmittelbar nach dem Schlüpfen beginnen die Weibchen und Männchen sich zu paaren und die weiblichen Schlupfwespen können mit der Parasitierung weiterer Blattläuse beginnen. Optimale Temperaturen für die Eiablage sind 20 – 27 °C.

Die Schlupfwespen zeigen eine sehr gute Suchfähigkeit und finden neben Blattlauskolonien auch einzelne Blattläuse, die sie erfolgreich parasitieren.

Aphidius ervi parasitiert u. a. folgende Blattlaus-Arten gut:

Acyrtosiphon malvae (Pelargonienblattlaus)
Acyrtosiphon pisum (Erbsenlaus)
Amphorophora idaei (Große Himbeerblattlaus
Aulacorthum circumflexum
Aulacorthum solani (Grünfleckige Kartoffelblattlaus)
Ericaphis fimbriata (Gelbliche Heidelbeerblattlaus)
Hyperomyzus lactucae
Macrosiphum euphorbiae
Macrosiphum rosae
Rhodobium porosum

Den Nützling Aphidius ervi können Sie in unserem Online-Shop bestellen.

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