Kraussei - Nematoden gegen Dickmaulrüssler, ab 5°C
Kraussei enthält Nematoden der Art Steinernema kraussei und wirkt gegen Larven des Gefurchten Dickmaulrüsslers (Otiorhynchus sulcatus). Die Käfer als auch die Larven des Dickmaulrüsslers richten Schäden an Kulturpflanzen an. Die SK-Nematoden gegen Dickmaulrüssler parasitieren die Larven und bringen sie zum Absterben.
Die SK-Nematoden benötigen mindestens 5 °C Bodentemperatur - ein kurzzeitiger Temperaturabfall, z. B. über Nacht, schadet den Nematoden nicht.
Eine Lagerung ist kurzfristig bei 2 - 5 °C möglich.
Es gibt die Packungsgrößen 10 Mio. für 20 m², 25 Mio für 50 m² und 50 Mio. für 100 m².
Kraussei - SK-Nematoden gegen Dickmaulrüssler
Steinernema kraussei - Nematoden gegen Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) bei niedrigen Bodentemperaturen zur biologischen Bekämpfung.
Anwendungsbedingungen
- Einsatzort: Gewächshaus und Freiland
- Anwendungszeit: März – Ende Mai und September – Ende Oktober
- Bodentemperatur: > 5 °C
- Bodenfeuchte: feucht, nicht wassergesättigt
Achtung! Nematoden bei bedecktem Himmel oder in den Abendstunden ausbringen, sie sind sehr UV-empfindlich. Die angesetzte Nematodenlösung muss innerhalb von 45 Minuten ausgebracht werden, da die Nematoden sonst an Sauerstoffmangel sterben!
Ausbringung
Die Ausbringung der Nematoden kann mit der Gießkanne oder auf größeren Flächen mit dem Aquanemix erfolgen.
Erfolgskontrolle für die Wirkung
Die ersten Schädlinge sterben etwa 3 Tage nach Einbringen der Nematoden ab. Befallene Larven verfärben sich rötlich-braun.
Lagerung
Kraussei ist für die sofortige Ausbringung vorgesehen. Eine Lagerung bei 2 - 5 °C ist kurzfristig möglich (siehe Datum auf der Verpackung).
Wie lange leben die Nematoden?
Die räuberischen Nematoden vermehren sich in den Larven und können über mehrere Monate im Boden aktiv sein. Durch natürliche Feinde wird aber ihre Anzahl stetig reduziert, sodass die größte Wirksamkeit ca. 4 Wochen nach Ausbringung vorliegt.
Gegenanzeigen
Die eingesetzten Nematoden in nematop sind für warmblütige Tiere und Menschen ungefährlich. Eine Schädigung von Pflanzen tritt nicht auf.
Biologie der Nematoden und des Dickmaulrüsslers
Steinernema kraussei ist eine einheimische, räuberisch lebende Nematoden-Art, welche die Larven von Dickmaulrüsslern befällt. Die ca. 1 mm großen Nematoden dringen über Körperöffnungen in die Schädlinge ein und geben ein Bakterium aus ihrem Darm ab. Die Larve wird durch das Bakterium abgetötet und zersetzt. Die Nematoden entwickeln sich zum Erwachsenen-Stadium und vermehren sich in der Larve, bis sie vollständig verwertet ist. Dann verlassen Nematoden im 3. Larvenstadium (Dauerlarve) den Kadaver und beginnen mit der Suche nach neuen Wirten. Bei einer Temperatur von unter 5 °C verringert sich die Aktivität der Nematoden. Unter 4 °C verfallen sie in eine Kältestarre.
Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) wird ca. 12 mm groß, ist schwarz gefärbt und flugunfähig. Am Tag sitzt er meist versteckt in dunklen Ritzen und Spalten. In der Dämmerung und nachts sind die Käfer aktiv und begeben sich auf Nahrungssuche. Die jungen Käfer hinterlassen bei ihrem Reifungsfraß typische buchtenförmige Fraßspuren an den Blättern. Die Eiablage erfolgt von Juli bis in den Spätsommer hinein in humoses Erdreich in die Nähe von Wurzeln. Ab August schlüpfen die cremeweißen Larven aus den Eiern, die durch ihren Fraß an Wurzeln großen Schaden verursachen können. Zunächst werden die für die Wasseraufnahme wichtigen Feinwurzeln angefressen und von älteren Larven schließlich die Wurzelrinde an der Stammbasis abgenagt. Bis zum Mai erreichen die Larven eine Länge von 10 mm und verpuppen sich dann. Die ersten Käfer schlüpfen Ende Mai/Anfang Juni. Vereinzelt überwintern auch Käfer, die im Mai Eier ablegen, aus denen im Juni die Larven schlüpfen.
Hinweis
Bisher sind keine Nebenwirkungen auf Menschen und warmblütige Tiere bekannt.











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