Als Lebensmittelmotten werden verschiedene Schadfalter zusammengefasst, die in Vorratslagern oder Wohnungen auftreten. In Wohnungen kommen besonders die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) und die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) vor, die meistens durch mitgebrachte, bereits befallene Lebensmittel hereingeholt werden. Bei beiden handelt es sich um nach Europa eingeschleppte Schädlinge. Ein Zuflug von außen findet weniger statt.
Trichogramma Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten
Einsatz der Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten zur biologischen Bekämpfung der Motten. Die winzigen Schlupfwespen parasitieren die Eier der Schadschmetterlinge und entwickeln sich selbst darin. Dabei töten sie die Larven der Motten ab, sodass keine neuen Lebensmittelmotten mehr schlüpfen und so der Befall reduziert wird. Wenn die Schlupfwespen keine neuen Motteneier mehr finden, sterben sie ab.
Auf den Karten befinden sich verschiedene Alterstadien der Schlupfwespenlarven, sodass nicht alle Schlupfwespen zeitgleich schlüpfen. Dadurch wird eine längere Aktivität der Nützlinge erreicht, um den Mottenbefall zu bekämpfen.
- effektive Bekämpfung der Motten durch Schlupfwespen als ihre natürlichen Gegenspieler
- natürliches Mittel gegen Lebensmittelmotten zur Bekämpfung ohne Pestizide
1 Karte Schlupfwespen gegen Motten reicht für ein Schrankfach, eine Schublade oder ein Regalboden.
Packung mit 5 Karten Schlupfwespen mit je 2.000 Stück.
Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten
Die Schlupfwespe Trichogramma evanescens wird gegen Dörrobstmotten, auch als Lebensmittelmotte bezeichnet (Plodia interpunctella), die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) und die Getreidemotte (Sitotroga cerealella) eingesetzt.
Anwendungsbedingungen für den Einsatz von Schlupfwespen
- Einsatzort: Innenräume, in denen Lebensmittel gelagert werden.
- Temperatur: mindestens 15 °C, optimal 22 bis 28 °C, maximal 32 °C
- Luftfeuchtigkeit: > 65 %
Ausbringung der Schlupfwespen gegen Motten
- Entsorgen Sie vor dem Einsatz der Schlupfwespen alle befallenen Vorräte und reinigen Sie Schränke und Ecken. Lagern Sie Tierfutter nicht mit Lebensmitteln zusammen, um einen Befall mit Lebensmittelmotten zu vermeiden.
- Öffnen Sie die Karten nicht! Die Schlupfwespen kriechen selbständig aus den seitlichen Öffnungen heraus.
- Vorsicht, die Karten mit den Schlupfwespen nicht quetschen!
- Verteilen Sie pro Ausbringung 5 Schlupfwespen-Karten in der Nähe der von Motten befallenen Vorräte. Auf jeder Karte befinden sich 2.000 Schlupfwespen-Puppen. Eine Karte reicht für ein Regal, eine Schublade oder ein Schrankfach. Eine Überdosierung mit Schlupfwespen wirkt sich nicht negativ auf den Bekämpfungserfolg der Motten aus.
- Bringen Sie die Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten 3 - 4 mal im Abstand von 21 Tagen aus.
Schädlingsbekämpfung durch Schlupfwespen als natürliche Feinde von Motten
Trichogramma evanescens ist eine nur 0,3 bis 0,4 mm große Schlupfwespe. Sie legt ihre Eier (120 Eier/Weibchen) in die abgelegten Eier der Motten ab, sodass sich keine neuen Motten entwickeln sondern neue Schlupfwespen. Nach 8 - 10 Tagen schlüpft die erwachsene Schlupfwespe, deren Lebensdauer bei Zimmertemperatur 5 - 10 Tage beträgt. Die Schlupfwespen finden die Eigelege der Motten anhand von Duftspuren verlorener Schuppen der Schadschmetterlinge.
Lebensweise der Motten
Unter den Lebensmittelmotten ist die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) die häufigste Art. Die Larven der Lebensmittelmotten ernähren sich von Trockenfrüchten, Getreideprodukten, Müsli, Nüssen, Gewürzen, Kakao, Kaffee, Tee, Nudeln und Tiertrockennahrung. Durch ihren Fraß, ihre Spinntätigkeit und ihre Kotausscheidungen fördern sie den Verderb von Lebensmitteln und begünstigen weitere Schäden durch Pilze und Milben. Beim Menschen kann es zu allergischen Reaktionen auf die Kotreste kommen. Nach einer vierwöchigen Fraßtätigkeit verpuppen sich die Raupen. Die erwachsenen Falter schlüpfen nach einer Puppenruhe von etwa 10 Tagen und nach der Paarung beginnt der Kreislauf von neuem. Ein Weibchen kann bis zu 200 Eier legen. Die Falter sind sehr leicht an der markanten Flügelfärbung zu erkennen (auf den Vorderflügeln bronzefarbene Binden auf silberfarbenem Grund), Größe ca. 1 bis 1,5 cm. Die Larven sind gelblich-weiß gefärbt und werden bis 1,5 cm groß.
Mehr Informationen über die Bekämpfung von Lebensmittelmotten und den Einsatz von Schlupfwespen finden Sie in unserem Ratgeber über Lebensmittelmotten.









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