5 Einsatzbereiche für Erosionsschutzmatten aus der Paludikultur

5 Einsatzbereiche für Erosionsschutzmatten aus der Paludikultur
26. November 2025
5 Einsatzbereiche für Erosionsschutzmatten aus der Paludikultur
Aus Kategorie: Böschung & Wege

Paludikultur steht für die landwirtschaftliche Nutzung nasser oder wiedervernässter Moorböden. Dabei werden Pflanzen wie Schilf, Rohrkolben, Seggen, Gräser oder Torfmoose angebaut, die mit nassen Böden gut klarkommen. Für die Paludimatten werden sie geerntet, getrocknet und zu Stroh oder Heu verarbeitet. Danach wird das Pflanzenmaterial zugeschnitten und gepresst, bevor es von einem natürlichen Netzgewebe aus Naturfasern (Stroh, Kokos, Jute) umgeben und versteppt wird. 

Welche Funktion hat eine Erosionsschutzmatte? Sie soll die Oberfläche von Böschungen, Hängen und Ufer vor dem Abtrag des fruchtbaren Oberbodens schützen. Die Grundlagen dazu haben wir im Ratgeber Hangsicherung und Erosionsschutz zusammengefasst. 

Möchtet Ihr mehr zur Paludikultur erfahren? Dann schaut in unseren Ratgeber Paludikultur - nachhaltige Nutzung nasser Moore

Was sind die Vorteile von Paludi-Erosionsschutzmatten?

  • Die Erosionsschutzmatten lassen sich einfach und flexibel einsetzen. Sie können unkompliziert in bestehende Planungen integriert werden. Auch ein Wechsel von herkömmlichen Erosionsschutzmatten aus Stroh, Kokos oder Jute auf Paludimatten funktioniert ohne Probleme.
  • Erosionsschutzmatten aus Paludikultur verrotten rückstandslos. Sie bestehen aus Naturfasern und sind biologisch abbaubar. Im Gegensatz zu anderen Erosionsschutzmatten gibt es kein Netzgewebe aus Polypropylen. Nach dem Einsatz müssen sie nicht eingesammelt oder entsorgt werden. Das spart Aufwand und Kosten und erhöht die Lebensdauer.
  • Die Pflanzen werden in wiedervernässten Mooren angebaut. Diese speichern große Mengen CO₂ und tragen zum Klimaschutz bei. Es wird kein Kokos aus Übersee verwendet.
  • Die faserige Struktur der Paludi-Erosionsschutzmatten verzahnt sich mit dem Boden und verringert die Angriffsfläche für Wasser, Wind oder andere Belastungen. Im Gegensatz zu Stroh und Kokos sind die Mikroorganismen in unseren Böden auf den Abbau von heimischem Material spezialisiert und können das Heu der Paludikultur rückstandslos abbauen.
  • Das Naturfasermaterial hält Feuchtigkeit im Boden, sorgt für ein gutes Mikroklima und bietet den jungen Pflanzenwurzeln Halt. So können die Pflanzen leichter anwachsen. Es gibt auch Varianten der Erosionsschutzmatten mit Saatguteinlage. Dabei ist Saatgut in einer Schicht aus Papier in das Stroh oder Heu eingebettet.
  • Paludi-Erosionsschutzmatten werden ohne chemische Zusätze verarbeitet. So gelangen keine Schadstoffe in den Boden oder in das Grundwasser. 

Erosionsschutzmatte aus dem Heu der Nasswiese auf einer Kokosgewebestruktur
Für welche Flächen eignen sich Paludikultur-Erosionsschutzmatten?

1. Paludi-Erosionsschutzmatten für Ufer und Gewässer

Herausforderung: Uferzonen von Flüssen, Seen oder Gräben werden ständig belastet. Strömung, Regen oder Wellen lockern den Boden und tragen ihn nach und nach ab. Bei Starkregen und rasch steigendem Wasserstand kann der aufgeweichte Untergrund nicht mehr genug Halt bieten. Der Boden auf Hängen wird unterspült und löst sich. 

Lösung: Paludimatten stabilisieren Uferbereiche zuverlässig und verhindern, dass Boden weggespült wird. Gleichzeitig unterstützen die Erosionsschutzmatten das Wachstum typischer Uferpflanzen wie Schilf. Wo Pflanzen sind, siedeln sich auch Tiere an. Libellen, Frösche oder Vögel finden hier Futter, Deckung oder gleich ein ganzes Zuhause. 

Vorteile der Erosionsschutzmatten aus der Paludikultur:

  • Zuverlässige Ufersicherung und Befestigung
  • Schutz vor Erosion durch Wasser und Regen
  • Die Erosionsschutzmatten schaffen Lebensraum für Pflanzen und Tiere
  • Keine Verwendung versiegelnder Materialien

2. Paludi-Erosionsschutzmatten für Böschungen und Hänge

Herausforderung: Aufgeschüttete oder natürliche Böschungen neigen dazu, bei starken Niederschlägen auszuwaschen oder abzurutschen. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Böschungen noch nicht oder erst frisch bewachsen sind. Mehr dazu im Ratgeber Erosionsschutz und seine Auswirkungen

Lösung: Paludi-Erosionsschutzmatten übernehmen hier eine wichtige Rolle für die Böschungssicherung. Sie verhindern den Bodenabtrag der neu gestalteten Böschung und stabilisieren junge Pflanzen in der Anwuchsphase. Darüber hinaus speichert das Fasernetz der Erosionsschutzmatten Feuchtigkeit und stellt es den Pflanzen zur Verfügung. Hinweis: Nach einer Lebensdauer von 12 bis 14 Monaten bauen sie sich im Boden einfach ab und die Vegetation übernimmt die Sicherung der Böschung. Durch die Befestigung der Erosionsschutzmatten mit Haften (Erdanker) aus Holz bleiben die Matten auch bei Wind und Regen fest mit der Böschung verbunden. 

Vorteile der Erosionsschutzmatten aus der Paludikultur:

  • Dienen der Sicherung von Böschungen und Hängen
  • Geeignet für verschiedene Böschungsneigungen
  • Stabilisieren die Fläche sofort und schützten zuverlässig vor Oberflächenerosion
  • Halten Feuchtigkeit im Boden, auch an Flächen mit Neigung
  • Die Erosionsschutzmatten müssen nicht wieder entfernt werden 

3. Paludi-Erosionsschutzmatten für Flächen nach Bauprojekten

Herausforderung: In Neubaugebiet oder im Verkehrswegebau bleiben häufig offene, verdichtete oder instabile Flächen zurück. Damit diese nicht durch Regen ausgespült oder vom Wind abgetragen werden, braucht es Erosionsschutz und eine schnelle Begrünung.

Lösung: In diesem Bereich kombinieren Paludimatten Bodenschutz mit Begrünung. Die Matten aus Naturfasern stabilisieren den Boden, speichern Feuchtigkeit und schaffen ideale Bedingungen für die Aussaat und das Anwachsen neuer Vegetation wie Landschaftsrasen. Auch hier ist es von Vorteil, dass die Erosionsschutzmatten mit einer Saatgutschicht und der Beimischung von Dünger erhältlich sind. So sorgen sie neben Straßen und Wegen rasch für schönen Bewuchs. Die Erosionsschutzmatten lassen sich unabhängig von der Beschaffenheit des Untergrunds verlegen, egal ob die Fläche bereits eingesät, mit Saatgut angespritzt oder noch unbehandelt ist.

Vorteile der Erosionsschutzmatten aus der Paludikultur:

  • Schützen frische Bodenflächen vor Erosion
  • Schneller und schöner Vegetationsaufbau
  • Weniger Folgeschäden und geringere Kosten durch Erosion
  • Lassen sich einfach in Pflege- und Begrünungskonzepte integrieren

4. Paludi-Erosionsschutzmatten auf Wegen

Herausforderung: Wege sollen sicher begehbar sein und gut aussehen. Häufig kommen dafür Kunststoffplatten, Kies oder Gummigranulat zum Einsatz. Diese funktionieren zwar, haben aber Nachteile. Sie erhitzen sich stark, sind schwer recycelbar und können Mikroplastik freisetzen.

Lösung: Paludimatten erfüllen hier nicht nur eine Funktion, sondern gleich mehrere. Die Pflanzenfasern bilden eine weiche, leicht federnde Struktur, die Belastungen bei Gehen abdämpfen. Gleichzeitig schaffen sie eine stabile, trittsichere Fläche. Damit sind sie der optimale Unterbodenbelag in Übergangsbereichen zwischen Spielplatz und Grünfläche. 

Vorteile der Erosionsschutzmatten aus der Paludikultur:

  • Biologisch abbaubar und frei von Schadstoffen
  • Weiche, aber stabile Oberfläche mit guter Dämpfung
  • Unbedenklich für Menschen, Tiere und die Umwelt
  • Der Einsatz von Naturprodukten unterstützt eine nachhaltige Gestaltung im öffentlichen Raum 

5. Paludi-Erosionsschutzmatten für Festivals und Open-Air-Events

Herausforderung: Bei Festivals und Open-Air-Veranstaltungen muss der Boden geschützt werden, soll aber gleichzeitig sicher begehbar bleiben. Und das auch, wenn Wettergeschehnisse wie Regen auf dem Plan stehen oder eine starke Beanspruchung durch begeisterte Festival-Besucherströme. Oft werden dafür Platten oder Matten aus Kunststoff verwendet. Diese müssen nach dem Einsatz aufwendig eingesammelt und gereinigt oder entsorgt werden. Gerade bei starker Belastung brechen sie leicht und häufig bleiben Kunststoffreste in der Natur zurück.

Lösung: Paludimatten lassen sich schnell ausrollen, schützen den Boden vor Trittschäden und passen sich sogar unebenen Flächen an. Nach dem Event muss niemand die Paludimatten abbauen oder aufräumen. Sie bleiben einfach liegen und zersetzen sich Stück für Stück von selbst. Wie erfolgreich das funktioniert, hat re-natur 2025 beim weltweit größten Metal-Open-Air-Festival „Wacken“ gezeigt. Dort wurden die Paludikultur-Erosionsschutzmatten in einem Pilotprojekt als nachhaltiger Bodenschutz eingesetzt. 

Vorteile der Erosionsschutzmatten aus der Paludikultur: 

  • Schnelles Verlegen mit minimalem Aufwand
  • Kein Abbauen oder Einsammeln nötig, da sich die Palumatten selbst zersetzen
  • Effektiver Bodenschutz ohne Rückstände
  • Nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststofflösungen 

Sie setzen auf natürliche Baustoffe? Dann passen die Paludikultur-Matten perfekt ins Konzept.

Paludikultur-Matten sind echte Allrounder für Böschung, Baufläche, Ufer, Festivalwiese und Garten. Bei re-natur warten sauber gestapelt im Regel natürliche Matten und Faschinen in verschiedenen Optionen und unterschiedlichen Materialien wie Heu, Stroh, Kokos, Jute oder Holz. Sie erhalten die Erosionsschutzmatten außerdem in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Optionen bei Gewicht und Höhe (Flächengewicht z. B. 350 g/m² / 750 g/m²).

Im Regal daneben steht das nötige Zubehör bereit und kann ebenfalls in den Warenkorb wandern. Und ein paar Türen weiter sitzt unser Team, das weiß, welche Lösung zu welchem Gelände und welcher Herausforderung passt.

Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, welche Produkte Sie brauchen, stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Weitere Daten und Informationen rund um Preis und Versand der Paludi-Artikel erhalten Sie telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular.

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