Ein Gartenteich beginnt oft mit dem Gedanken: "Das wäre doch schön." Eine eigene Wasserstelle im Garten, ein schöner Ausblick und vielleicht sogar die Möglichkeit zum Abkühlen. Dann fängt man an, sich umzuschauen. Welche Gartenteiche gibt es überhaupt? Reicht anschauen oder will man auch schwimmen? Dürfen Molche und Frösche einziehen oder eher nicht? Und wie viel Platz braucht ein Teich im Garten? Diese Übersicht hilft dabei, die verschiedenen Gartenteiche kennenzulernen und herauszufinden, welche Variante für Sie die richtige ist.
Teiche im Garten: Diese Möglichkeiten gibt es
Schwimmteich
Wer im eigenen Garten schwimmen möchte, braucht einen Schwimmteich, logisch. Gebadet wird ohne Chlor oder andere chemische Zusätze, stattdessen übernehmen Pflanzen, Mikroorganismen und Aufbereitungszonen die Reinigung.


Gartenteiche zum Schwimmen werden in drei Kategorien unterteilt:
Schwimmteich Typ 1
Der Schwimmteich Typ 1 ist die natürlichste Variante. Er funktioniert komplett ohne Technik und orientiert sich an einem natürlichen, stehenden Gewässer. Ein Schwimmteich ist also im Grunde wie ein kleiner See im eigenen Garten und genau so fühlt es sich auch an, wenn man darin schwimmt. Deshalb kommt dieser Schwimmteich-Typ nicht nur bei Menschen gut an, sondern auch bei Molchen, Fröschen, Libellen und anderen Wasserbewohnern. Sie finden hier ideale Bedingungen und siedeln sich oft ganz von selbst an. Wer sich für den Schwimmteich Typ 1 entscheidet, sollte also kein Problem damit haben, den Schwimmteich zu teilen.
Die Wasserqualität bleibt durch gezielt eingesetzte Wasserpflanzen und durch Mikroorganismen in Balance, die sich im Laufe der Zeit als Biofilm auf Steinen, Substraten und dem Teichbecken bilden und das Wasser natürlich reinigen. Kurzzeitige Eintrübungen des Wassers können auftreten und sind bei diesem Teich normal.
Damit dieses Zusammenspiel funktioniert, braucht ein Typ-1-Schwimmteich vor allem Platz (eine Wasserfläche ab 50 Quadratmetern ist optimal).
Schwimmteich Typ 2
Der Schwimmteich Typ 2 funktioniert nach demselben Prinzip wie Typ 1, bekommt aber Unterstützung durch Skimmer. Wer sich jetzt fragt, was Skimmer sind: Das sind Oberflächenabsauger, die kontinuierlich Schmutz von der Wasseroberfläche sammeln. Durch die zusätzliche Hilfe bleibt das Wasser in der Regel klarer als bei einem Schwimmteich Typ 1, ohne dass der natürliche Charakter der Gartenteiche verloren geht.
Schwimmteich Typ 3
Der Schwimmteich Typ 3 bildet den Übergang zum Naturpool. Im Vergleich zu Schwimmteich Typ 1 und Typ 2 kommt er mit deutlich weniger Fläche aus, da ein größerer Teil der Wasseraufbereitung über die installierte Technik erfolgt.
Dafür kommt ein langsam durchströmter mineralischer Filter (z. B. Kies) zum Einsatz, der einen Teil der Reinigung übernimmt. Ergänzt wird er durch Skimmer, Biofilm und meist nur wenige gezielt eingesetzte Pflanzen. Das Wasser bleibt sehr klar und fühlt sich weiterhin natürlich an.
Gartenteiche zum Schwimmen: Darauf sollte man achten
- Platzbedarf: Wir empfehlen für einen Schwimmteich Typ 1 50 Quadratmeter, für Schwimmteich Typ 2 50 Quadratmeter und für Schwimmteich Typ 3 50 Quadratmeter.
- Regelmäßige Pflege gehört dazu, fällt aber je nach Schwimmteich-Typ unterschiedlich umfangreich aus. Hier finden Sie eine Anleitung für die Reinigung eines Schwimmteichs.
- Ebenso wichtig ist die richtige Auswahl und Platzierung der Pflanzen, da sie einen wesentlichen Beitrag zur Nährstoffbindung leisten. Wer sich dafür interessiert, bekommt hier einen tieferen Einblick in die Welt der Teichpflanzen.
- Amphibien wie Molche oder Frösche und andere Mitbewohner können sich vor allem im Schwimmteich Typ 1 ansiedeln. Typ 2 bietet noch eingeschränkt Lebensraum, während Schwimmteiche vom Typ 3 kaum geeignete Rückzugsorte für Tiere bieten.
- Fische gehören nicht in einen Schwimmteich. Sie bringen zusätzliche Nährstoffe ins Wasser, verschlechtern die Wasserqualität und stören das biologische Gleichgewicht.
Naturteich
Ein Naturteich bringt Leben in den Garten. Frösche, Molche, Libellen und andere Wasserbewohner lassen sich bei einem Naturteich meist nicht lange bitten. Es scheint sich im Freundeskreis und in der Familie der Teichbewohner ziemlich schnell herumzusprechen, dass es hier einen neuen, richtig guten Teich gibt. Nach und nach ziehen sie ein und mit der Zeit entsteht ein lebendiges Biotop, das sich ganz natürlich entwickelt und jedes Jahr ein bisschen anders aussieht.
Wer Erholung sucht und gerne beobachtet, ist beim Naturteich genau richtig. Man setzt sich mit einem Kaffee oder Feierabendbier daneben, schaut aufs Wasser und merkt, wie das Gedankenkarussell langsamer wird.
Glasklares Wasser ist bei einem Naturteich nicht das Ziel. Leichte Trübungen, Algenphasen oder saisonale Veränderungen gehören dazu und sind ganz normal. Die Wartungsarbeiten und der Pflegeaufwand sind bei dieser Art von Teich gering. Pflanzen, Mikroorganismen und das Zusammenspiel der einzelnen Bereiche regeln das Gleichgewicht im Wasser. Das braucht etwas Zeit, funktioniert dafür aber erstaunlich zuverlässig.
Worauf man beim Naturteich achten sollte:
- Auch beim Naturteich sollte man die Teichgröße nicht zu knapp planen. Wir empfehlen eine Wasserfläche von mindestens 30 Quadratmetern.
- Ein Naturteich sollte mindestens 50 Zentimeter tief sein, besser etwa 80 Zentimeter. Das verhindert, dass sich das Teichbecken im Sommer zu stark aufheizt.
- Flache Zonen am Ufer der Gartenteiche sind besonders wichtig, damit Tiere sicher ein- und aus dem Wasser kommen können und sich verschiedene Lebensbereiche entwickeln.
Auf Fische wird bewusst verzichtet, weil sie das empfindliche Gleichgewicht stören würden.
Zierteich
Ein Zierteich ist vor allem was fürs Auge. Er soll gut aussehen und den Garten ein bisschen besonderer machen. Je nach Geschmack kann diese Oase ganz unterschiedlich aussehen, zum Beispiel mit Wasserpflanzen wie Seerosen oder Elementen wie Bachlauf, Brunnen und Wasserspiel.
Diese Gartenteiche funktionieren auch in kleineren Gärten. Man ist beim Platz flexibler, weil hier technische Anlagen die Reinigungsarbeiten übernehmen. Dazu gehören Pumpen, Filter, Skimmer und eine UV-Lampe. Seerosen, Unterwasserpflanzen oder ein paar Sumpfpflanzen am Rand sorgen für Stimmung und unterstützen das Wasser, sind aber nicht dafür da, alles allein sauber zu halten.
Molche, Frösche und andere Tiere fühlen sich in einem reinen Zierteich meist nicht besonders wohl. Durch die Technik und die cleane Optik fehlen ihnen bei dieser Art Teich der geeignete Lebensraum. Wer tierische Mitbewohner im Garten haben möchte, ist mit einem Naturteich deutlich besser beraten.
Worauf man beim Zierteich achten sollte:
- Für diese Gartenteiche empfehlen wir eine Größe von mindestens 10 Quadratmetern.
- Damit der Blick ins Wasser auch dauerhaft Freude macht, braucht der Teich Aufmerksamkeit. Wenn Filter oder Pumpe ausfallen oder vernachlässigt werden, merkt man das schnell: Das Wasser wird trüb, Algen übernehmen und der schöne Eindruck ist dahin.
- Welche Pflegeschritte für Gartenteiche wichtig sind, zeigen wir in diesem Ratgeber-Artikel.
Gartenteiche von der Idee bis zum fertigen Plätzchen am Wasser.
Wir von re-natur bauen seit Jahrzehnten Gartenteiche. Und zwar nicht nur vom Schreibtisch aus, sondern auch draußen im Garten auf der Baustelle. Wir beraten ehrlich, planen gemeinsam, rechnen Kosten realistisch durch und machen daraus auf Wunsch ein konkretes Angebot. Wir helfen dabei, aus den Vorstellungen im Kopf einen Gartenteich zu machen, der wirklich zu Ihnen passt und Spaß macht. Dabei haben wir schon alles gesehen und geplant: Vom Miniteich bis zum Schwimmteich. Außerdem haben wir die richtigen Produkte in unserem Sortiment, was man für die verschiedenen Teicharten braucht und versorgen Sie zum Beispiel mit Folie, Technik und dem passenden Zubehör.
Sie haben noch Fragen zum Thema Teichbau oder eine Idee im Kopf, die einmal durchgesprochen werden sollte? Oder wünschen Sie sich ein Angebot mit Details und einem Preis für verschiedene Gartenteiche? Schreiben Sie uns, klingeln Sie durch oder nutzen Sie das Kontaktformular. Auch wer nach Tipps für Gartenteiche sucht, ist bei uns richtig.






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