Iris pseudacorus - Sumpf-Schwertlilie
Die Sumpf-Schwertlilie (bot. Iris pseudacorus) ist eine heimische Sumpf- und Wasserpflanze mit auffallend großen, gelben Blüten, was sie in der Blütezeit zu einem Blickfang am Teich macht und an keinem naturnahem Gewässerufer fehlen darf. Sie dehnt sich durch Rhizomwachstum flächig aus und bildet größere Bestände.
Hinweis:
Die Wasserschwertlilie ist giftig.
Topfgröße: 9x9 cm
- 12 für jeweils 3,52 € kaufen und 5% sparen
- 24 für jeweils 3,40 € kaufen und 8% sparen
- 48 für jeweils 3,25 € kaufen und 12% sparen
Beschreibung von Iris pseudacorus - Sumpf-Schwertlilie
Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), aus der Familie der Schwertlilien (Iridaceae), ist in den niederen Lagen Europas, Vorderasiens, Sibirien und Nordafrika verbreitet. Sie wächst häufig in feuchten, zeitweise überschwemmten Verlandungszonen von Gewässern, wie Sümpfen, Schilfgürteln und an Ufern.
Verlandungsstellen und die dazugehörigen Sümpfe sind selten geworden, wodurch die natürlichen Lebensräume der Schwertlilien stark zurückgehen. Wildwachsende Exemplare sind daher geschützt und dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Die Sumpf-Schwertlilie ist eine Ausnahme, doch man sollte vorsichtig sein, bevor sie das gleiche Schicksal wie ihre Verwandten erleidet.
Merkmale der Sumpf-Schwertlilie
Wuchshöhe: Blätter und Blüten schieben sich aus einem kräftigen Rhizom bis zu 1,0 m in die Höhe
Stängel / Blätter: Die aufrechten, runden Stängel tragen graugrüne bis grasgrüne, leicht rippige Laubblätter, die grundständig stehen. Diese sind etwa zwei Zentimeter breit und ebenso lang wie der blühende Stängel und prägen die linealisch-schwertförmige Form der Gattung.
Blütenstände: Die gelben Blüten sind lang gestielt, geruchlos und erscheinen in Gruppen von 3 bis 8, selten bis 12, in den Achseln der Stängelblätter. Die Krone besteht aus drei zurückgeschlagenen und drei aufrechten Blütenblättern. Erstere sind eiförmig, in der Mitte dunkelgelb mit rotbraunen netzförmigen Adern. Die inneren sind schmal und kürzer als die drei zweizipfeligen gelben Narbenäste, die die Krone überragen und wie Blütenblätter wirken.
Standort: Bevorzugt werden nährstoffreiche, mild bis mäßig saure, sumpfige Böden und wächst bei warmen, sonnigen bis halbschattigen Bedingungen. Als einheimische Pflanze ist sie frosthart, benötigt jedoch schützendes Laub oder Stroh bei in Wasser stehenden Horsten. Bis zu einer Wassertiefe bis 20 cm kommt sie gut zurecht, wandert aber mit der Zeit in die Tiefe und blüht dann nicht mehr, genauso wie ein Standort im Schatten.
Vermehrung: Sie dehnt sich durch Rhizomwachstum flächig aus und bildet größere Bestände, Vermehrung durch Teilung
Ökologischer Nutzen von der Sumpf-Schwertlilie
Die Sumpf-Schwertlilie ist ökologisch interessant werden, da sie die Eutrophierung von Gewässern durch Stickstoff und Phosphate verringert, während sie selbst von Nährstoffüberschüssen unbeeindruckt bleibt.
Die Blütezeit der einzelnen Blüten ist kurz, aber sie werden im Mai und Juni reichlich gebildet. Da sie keinen Geruch haben, müssen bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln auf andere Weise angelockt werden. Die Sumpf-Schwertlilie weist mit ihren großen dunkelbraunen Saftmalen auf die Nektarquelle hin, die in den aufrechten Blüten reichlich vorhanden ist und sich zwischen Griffel und Kronblättern sammelt. Iris pseudacorus ist eine wertvolle Bienenweide und produziert bei gutem Wetter 15-20 Milligramm Nektar mit etwa 50 % Zuckergehalt.
Das Rhizom dieser Lilie wurde früher zur Wundbehandlung, gegen Geschwüre und entzündliche Hauterkrankungen genutzt. In der Antike verwendete Dioskurides es zur Behandlung des Grauen Stars. Das ätherische Öl des Wurzelstocks verleiht ihm nach dem Trocknen ein veilchenartiges Aroma, während er frisch nach Gras riecht. Im Frühjahr ist der Gehalt am höchsten, weshalb die Rhizome vorzugsweise zu dieser Zeit geerntet werden. Die „Veilchenwurzel“ wurde früher zur Aromatisierung von Likören und Süßwaren verwendet, ist aber heute dafür nicht mehr gebräuchlich. Die Sumpf-Schwertlilie gilt aufgrund der hohen Giftstoffkonzentration im Rhizom nicht mehr als Heilpflanze. Der Saft der Sumpf-Schwertlilie schmeckt scharf und verursacht ein Brennen im Mund sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und blutige Durchfälle. Häufig kam es zu Vergiftungen, weil unkundige Sammler die Pflanze mit dem ähnlich aussehenden Kalmus verwechselt haben. Schwertlilien sind auch für Tiere, besonders Weidevieh, giftig. Die Toxine bleiben im Heu erhalten und können Krämpfe sowie blutige Durchfälle verursachen.
Die Pflanze enthält Gerbstoffe in ihren Rhizomen, die früher zum Gerben und Schwarz färben von Leder genutzt wurden. Zudem färben die Wurzeln in Kombination mit Essig Wolle strahlend gelb.
Lieferform:
Die Wasserschwertlilie wird in einem 9 x 9 cm Pflanzcontainer angezogen und verkauft.
Pflanzensteckbrief für die Sumpf-Schwertlilie
Botanischer Name: Iris pseudacorus
Deutsche Bezeichnung & Synonyme: Schwertlilie, Wasserschwertlilie, Sumpfschwertlilie, gelbe Schwertlilie (ob platt: Ebbersblomen)


Wuchshöhe
von 50 - 100 cm


Wuchsbreite
von 50 - 70 cm


Wuchsform
aufrecht


Wuchsverhalten
horstbildend
rhizombildend


Blütenfarbe
gelb


Blütezeit
Juni - Juli


Blütenform
Einzelblüten mit Dom- u. Hängeblätter


Blütengröße
ca. 5 - 10 cm


Blattform & -farbe
breit schwertförmig, zugespitzt
hell - bis mittelgrün


Insektenfreundlichkeit
Nektarspender für Insekten
Raupenfutter für Nachtfalter


Schädlinge & Krankheiten
keine


Sonstige Eigenschaften
giftig
Repositionspflanze


Lichtbedarf
sonniger bis halbschattiger Standort


Wassertiefe
0 - 20 cm


Wasserbewegung
stehend und leicht fließend


Pflanz- & Pflegetips




bevorzugte Bodenart
lehmig,
feucht bis dauernass




Winterhärte/Klimazone
winterhart bis ca. -28 °C (Zone 5)










Login and Registration Form