Iris pseudacorus (Wasserschwertlilie) besitzen gelbe dreizählige Blüten
Iris pseudacorus - Sumpf-Schwertlilie

Iris pseudacorus - Sumpf-Schwertlilie

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Die Sumpf-Schwertlilie (bot. Iris pseudacorus) ist eine heimische Sumpf- und Wasserpflanze mit auffallend großen, gelben Blüten, was sie in der Blütezeit zu einem Blickfang am Teich macht und an keinem naturnahem Gewässerufer fehlen darf. Sie dehnt sich durch Rhizomwachstum flächig aus und bildet größere Bestände.

Hinweis:
Die Wasserschwertlilie ist giftig.

Topfgröße: 9x9 cm

3,70 €
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Artikelnummer
40125
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Beschreibung von Iris pseudacorus - Sumpf-Schwertlilie 

Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), aus der Familie der Schwertlilien (Iridaceae), ist in den niederen Lagen Europas, Vorderasiens, Sibirien und Nordafrika verbreitet. Sie wächst häufig in feuchten, zeitweise überschwemmten Verlandungszonen von Gewässern, wie Sümpfen, Schilfgürteln und an Ufern.

Verlandungsstellen und die dazugehörigen Sümpfe sind selten geworden, wodurch die natürlichen Lebensräume der Schwertlilien stark zurückgehen. Wildwachsende Exemplare sind daher geschützt und dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Die Sumpf-Schwertlilie ist eine Ausnahme, doch man sollte vorsichtig sein, bevor sie das gleiche Schicksal wie ihre Verwandten erleidet. 

Merkmale der Sumpf-Schwertlilie 

Wuchshöhe: Blätter und Blüten schieben sich aus einem kräftigen Rhizom bis zu 1,0 m in die Höhe

Stängel / Blätter: Die aufrechten, runden Stängel tragen graugrüne bis grasgrüne, leicht rippige Laubblätter, die grundständig stehen. Diese sind etwa zwei Zentimeter breit und ebenso lang wie der blühende Stängel und prägen die linealisch-schwertförmige Form der Gattung.

Blütenstände: Die gelben Blüten sind lang gestielt, geruchlos und erscheinen in Gruppen von 3 bis 8, selten bis 12, in den Achseln der Stängelblätter. Die Krone besteht aus drei zurückgeschlagenen und drei aufrechten Blütenblättern. Erstere sind eiförmig, in der Mitte dunkelgelb mit rotbraunen netzförmigen Adern. Die inneren sind schmal und kürzer als die drei zweizipfeligen gelben Narbenäste, die die Krone überragen und wie Blütenblätter wirken. 

Standort: Bevorzugt werden nährstoffreiche, mild bis mäßig saure, sumpfige Böden und wächst bei warmen, sonnigen bis halbschattigen Bedingungen. Als einheimische Pflanze ist sie frosthart, benötigt jedoch schützendes Laub oder Stroh bei in Wasser stehenden Horsten. Bis zu einer Wassertiefe bis 20 cm kommt sie gut zurecht, wandert aber mit der Zeit in die Tiefe und blüht dann nicht mehr, genauso wie ein Standort im Schatten.

Vermehrung: Sie dehnt sich durch Rhizomwachstum flächig aus und bildet größere Bestände, Vermehrung durch Teilung

Ökologischer Nutzen von der Sumpf-Schwertlilie

Die Sumpf-Schwertlilie ist ökologisch interessant werden, da sie die Eutrophierung von Gewässern durch Stickstoff und Phosphate verringert, während sie selbst von Nährstoffüberschüssen unbeeindruckt bleibt.

Die Blütezeit der einzelnen Blüten ist kurz, aber sie werden im Mai und Juni reichlich gebildet. Da sie keinen Geruch haben, müssen bestäubende Insekten wie Bienen und Hummeln auf andere Weise angelockt werden. Die Sumpf-Schwertlilie weist mit ihren großen dunkelbraunen Saftmalen auf die Nektarquelle hin, die in den aufrechten Blüten reichlich vorhanden ist und sich zwischen Griffel und Kronblättern sammelt. Iris pseudacorus ist eine wertvolle Bienenweide und produziert bei gutem Wetter 15-20 Milligramm Nektar mit etwa 50 % Zuckergehalt. 

Das Rhizom dieser Lilie wurde früher zur Wundbehandlung, gegen Geschwüre und entzündliche Hauterkrankungen genutzt. In der Antike verwendete Dioskurides es zur Behandlung des Grauen Stars. Das ätherische Öl des Wurzelstocks verleiht ihm nach dem Trocknen ein veilchenartiges Aroma, während er frisch nach Gras riecht. Im Frühjahr ist der Gehalt am höchsten, weshalb die Rhizome vorzugsweise zu dieser Zeit geerntet werden. Die „Veilchenwurzel“ wurde früher zur Aromatisierung von Likören und Süßwaren verwendet, ist aber heute dafür nicht mehr gebräuchlich. Die Sumpf-Schwertlilie gilt aufgrund der hohen Giftstoffkonzentration im Rhizom nicht mehr als Heilpflanze. Der Saft der Sumpf-Schwertlilie schmeckt scharf und verursacht ein Brennen im Mund sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und blutige Durchfälle. Häufig kam es zu Vergiftungen, weil unkundige Sammler die Pflanze mit dem ähnlich aussehenden Kalmus verwechselt haben. Schwertlilien sind auch für Tiere, besonders Weidevieh, giftig. Die Toxine bleiben im Heu erhalten und können Krämpfe sowie blutige Durchfälle verursachen.

Die Pflanze enthält Gerbstoffe in ihren Rhizomen, die früher zum Gerben und Schwarz färben von Leder genutzt wurden. Zudem färben die Wurzeln in Kombination mit Essig Wolle strahlend gelb.

Lieferform:
Die Wasserschwertlilie wird in einem 9 x 9 cm Pflanzcontainer angezogen und verkauft.


Pflanzensteckbrief für die Sumpf-Schwertlilie

Botanischer Name: Iris pseudacorus

 

Deutsche Bezeichnung & Synonyme: Schwertlilie, Wasserschwertlilie, Sumpfschwertlilie, gelbe Schwertlilie (ob platt: Ebbersblomen)

 

Wuchshöhe
von 50 - 100 cm

 

 

Wuchsbreite
von 50 - 70 cm

 

 

Wuchsform
aufrecht

 

 

Wuchsverhalten
horstbildend
rhizombildend

 

 

Blütenfarbe
gelb

 

Blütezeit
Juni - Juli

 

 

Blütenform
Einzelblüten mit Dom- u. Hängeblätter

 

 

Blütengröße
ca. 5 - 10 cm

 

 

Blattform & -farbe
breit schwertförmig, zugespitzt
hell - bis mittelgrün

 

Insektenfreundlichkeit
Nektarspender für Insekten
Raupenfutter für Nachtfalter

 

Schädlinge & Krankheiten
keine

 

 

Sonstige Eigenschaften
giftig
Repositionspflanze

 

 

Lichtbedarf
sonniger bis halbschattiger Standort

 

 

Wassertiefe
0 - 20 cm

 

 

Wasserbewegung
stehend und leicht fließend

 

Pflanz- & Pflegetips

 

Nährstoffbedarf
hoch, im Schwimmteich wird saisonal,

 

 

bevorzugte Bodenart
lehmig,
feucht bis dauernass

 

 

idealer pH-Wert
sauer

 

 

Winterhärte/Klimazone
winterhart bis ca. -28 °C (Zone 5)

 

 

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