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Biologischer Pflanzenschutz

Biologischer Pflanzenschutz (3)

EngerlingeGarten- und Landschaftsbaubetriebe, Grünflächenämter und Pächter wie Campingplatzbetreiber haben bei der Pflege großer Grünflächen mit den Angriffen von Schädlingen zu kämpfen. Bereits ab Anfang Juli treiben die Engerlinge des Gartenlaubkäfers ihr Unwesen im Rasen und fressen die Grasnarbe bis kurz unter die Bodenfläche ab. Anfang August werden sie von den Larven des gefurchten Dickmaulrüsslers abgelöst. Ihre Leibspeise: Rosen und Moorbeetpflanzen wie Rhododendren und Azaleen, aber auch diverse Stauden wie Hortensien und Gehölze wie Kirschlorbeer und Eiben. Während sich die geschlüpften Jungkäfer vor allem an den Blättern ihrer Wirtspflanzen gütlich tun, fressen die Larven des Dickmaulrüsslers im Sommer und Herbst an den Wurzeln, Knollen und Rhizomen und rauben den Pflanzen Wasser und Nährstoffe. Nur wenige Wochen später kommt ein weiterer Schädling zum Zug. Die Weibchen der Wiesenschnacken legen ihre Eier im Boden ab. Nach zwei Wochen Schlüpfen die Larven und beginnen damit, an Pflanzen und Rasenflächen zu fressen.

Mit welchem Schädling auch immer es die Pfleger in Grünanlagen und Parks zu tun haben - die von den Eindringlingen verursachten Verwüstungen sind verheerend. Nicht nur, dass Sportplätze nicht mehr nutzbar und ehemals grüne Park- und Freizeitflächen gelb-braun verfärbt sind. Wenn sie in Massen schlüpfen und fliegen, werden auch die ausgewachsenen Gartenlaubkäfer und Schnaken für diejenigen zu einem echten Ärgernis, die an frischer Luft entspannen möchten. Auch dies ist für die Betreiber der Anlagen ein echtes Problem. Umso klüger ist es, sich rechtzeitig vor Beginn der Saison über die Bekämpfung der Schädlinge Gedanken zu machen. Wohl kaum jemand möchte die Rasenflächen, auf denen Kinder spielen und Erwachsene sich zum Plausch niederlassen, mit chemischen Mitteln belasten.
Glücklicherweise gibt es eine für Menschen und warmblütige Tiere gänzlich ungefährliche ökologische Alternative. Der biologische Pflanzenschutz macht sich hierbei die Tatsache zunutze, dass auch Schädlinge natürliche Feinde haben. Nach dem Prinzip „der Stärkere gewinnt“ werden diese folgerichtig als „Nützlinge“ bezeichneten Kleinstlebewesen von Experten gezielt gezüchtet und auf Freiflächen erfolgreich gegen Schädlinge eingesetzt. Im Fall des Gartenlaubkäfers, des Dickmaulrüsslers und der Wiesenschnake handelt es sich um nützliche Nematoden oder Fadenwürmer, die im Gießwasser aufgelöst und mithilfe unterschiedlicher Methoden auf Rasenflächen und bepflanzten Arealen ausgebracht werden. Im Erdreich angelangt, nehmen die Nematoden den Kampf gegen die Engerlinge und Larven der Schädlinge auf und töten bei richtiger Anwendung nahezu alle der genannten Schädlinge ab. Die gegen diese Schädlinge eingesetzten Nematoden sind Wanderer, die sich durch das Kapillarwasser im Boden bewegen. Hier orten sie Kohlendioxidabsonderungen ihrer Beutetiere und verfolgen dann aktiv ihre Spur. Deshalb isti es wichtig, den Boden für die Nützlinge feucht zu halten. Stimmen die Gegebenheiten und werden die Ausbringungszeiten beachtet, vermehren sich die Nematoden im Boden und bieten über längeren Zeitraum hinweg ein zuverlässiges System zur erfolgreichen Reduzierung von Schädlingen.
Je nach Größe und Beschaffenheit der zu behandelnden Fläche reichen die Ausbringungsgeräte für nützliche Nematoden von der handelsüblichen Gießkanne bis hin zum Gießwagen, der von einem Schlepper über die Park- und Sportanlagen gezogen wird. Bei mittelgroßen Rasenflächen leistet die Dosierspritze AquaMix gute Dienste. Die Nematoden werden gemäß Anleitung mit Wasser gemischt und in den Behälter der AquaMix eingefüllt. Anschließend wird die Dosierspritze an den Gartenschlauch angeschlossen und mit der Bewässerung begonnen. Bei re-natur gibt es für jeden Schädling das passende Nematodenprodukt. Gegen den Dickmaulrüssler und den Gartenlaubkäfer setzen wir dieselbe Nematodenart ein. Unterschiedlich ist allerdings die Formulierung, also die Produktzusammensetzung, die dabei hilft, dass die Nematoden schnell und unkompliziert zu dem jeweiligen Standort der Larven gelangen.
Wer sich keine spezielle Ausbringhilfe anschaffen möchte, kann sich auch einer gängigen Pflanzenschutzspritze bedienen. Wichtig ist hier, das Gerät gründlich zu reinigen, um Pestizidrückstände zu beseitigen. Bei großen Parkflächen und Sportplätzen kommen Dosier- und Pflanzenschutzspritzen schnell an ihre Grenzen. Empfehlenswert ist derl Einsatz einer Anbau- oder Anhängefeldspritze bzw. eines Gießwagens, der an einen nicht zu schweren Schlepper angeschlossen werden sollte. Für alle Ausbringungstechniken gilt, dass ein Arbeitsdruck von der drei bis vier bar nicht überschritten werden darf, um die Nützlinge nicht zu schädigen.

OffeneZuchtHHBei der Biologischen Schädlingsbekämpfung in Gewächshäusern wird das Potential eines frühen Angebots von Blattläusen genutzt.

Das Verfahren heißt Offene Zucht und setzt auf eine zeitige Etablierung von Nützlingen auf Ausweichwirten. Bereits sechs Wochen vor dem Pflanztermin der Kulturpflanzen wird Weizen ausgesät. Nach einer Woche werden die Weizenpflanzen mit Getreideblattläusen beimpft. Haben sich die Getreideläuse entsprechend vermehrt, was nach ca. 3 bis 4 Wochen der Fall ist, werden räuberische Gallmücken (Aphidoletes sp.) bzw. Aphidius-Schlupfwespen auf die Weizenpflanzen ausgesetzt. Dies hat den Vorteil, dass sich die Nützlinge schon vor den Blattläusen im Gewächshaus etablieren können, erfordert aber ein genaues Beobachten der Populationsentwicklung von Getreideblattläusen und Gallmücken. Die Saatschalen müssen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht und erneut mit Weizen besät werden, da das Getreide durch den Blattlausbefall oft stark geschädigt wird.

Ein anderes Beispiel für die Nützlichkeit von Blattläusen ist die Apfelgraslaus, Rhopalosiphum insertum. Wie schon der Name sagt, wechselt diese Laus Ende Mai bis Anfang Juni von Apfelbäumen auf Gräser, wo sie ein unscheinbares Dasein führt. Der Apfelbaum, auf dem sie sich von Oktober bis zum Frühjahr aufhält, wird kaum geschädigt. Für die Obstbauern hat sie aber als frühe Nahrungsquelle der Gegenspieler schädlicher Blattlausarten wie z.B. der Grünen Apfelblattlaus, Aphis pomi, eine große Bedeutung. Leider ist das Wissen um diese Dinge nicht ausreichend verbreitet, so dass häufig schon beim ersten Auftreten von Blattläusen zur Insektizidspritze gegriffen wird und dabei auch die sich aufbauenden Populationen der natürlichen Gegenspieler getroffen werden.

In Wintergärten ist der PBiolog.Pflanzenschutz Florfliegeflanzenbestand häufig sehr vielseitig. Der Bewuchs ist relativ dicht und reicht häufig bis unter das Dach. Überwinterungs- und Pensionspflanzen sind Quellen für den Eintritt von Schädlingen. Der Befall mit schwer bekämpfbaren Schädlingen hat sich oft über Jahre etabliert und kann aufgrund des Wohnraumcharakters nur eingeschränkt mit chemischen Mitteln bekämpft werden.

Schädlinge, die in Wintergärten häufig anzutreffen sind, sind z. B. Woll- und Schmierläuse.

Die bekanntesten Arten sind Planococcus citri, Pseudococcus affinis und Pseudococcus longispinus. Bei einem Befall mit diesen Schädlingen sind der Marienkäfer Cryptolaemus montrouzieri und Schlupfwespen der Gattung Leptomastix Standardnützlinge.

Beim Befall mit Spinnmilben hat sich der Einsatz der Raubmilben Phytoseiulus persimilis und Amblyseius californicus bewährt. Amblyseius californicus sollte eher im oberen Pflanzenbereich ausgebracht werden. Beim Befall mit Napfschildläusen und Woll- oder Schmierläusen kann die Larve der Florfliege Chrysoperla carnea eingesetzt werden, die erfolgreich die jungen Stadien dieser sehr widerstandsfähigen Schädlinge bekämpft. Der Einsatz von Florfliegenlarven ist insbesondere in den Lichtarmen Monaten bzw. unter Kurztagsbedingungen sinnvoll.

Zur Bekämpfung von Blattläusen bieten sich die Blattlausantagonisten Aphidius colemani (Aphidius ervi) und die räuberische Gallmücke Aphidoletes aphidimyza an. Als Feuerwehrmaßnahme hat sich die auch hier die Florfliegenlarve bewährt, die sich auch von einer Reihe anderer Schädlinge ernährt. 

Die Weiße Fliege lässt sich erfolgreich mit der Erzwespe Encarsia formosa bekämpfen. Bei stark befallenen Pflanzen, die durch Rußtaupilze verschmutzt sind, bietet sich das Entfernen der befallen Pflanzenteile vor dem Nützlingseinsatz an.

Wie in allen anderen Gewächshäusern auch, richtet sich die Einsatzhäufigkeit und –menge der Nützlinge stark nach der Befallsentwicklung. Diese sollte durch eine regelmäßige Bestandskontrolle überprüft werden.

All diese Nützlinge kann man im Bestand nach kurzer Zeit bei der Parasitierung sehr gut beobachten. Werden keine oder nur gezielt nützlingsschonende Pflanzenschutzmittel eingesetzt, baut sich bald ein erhebliches Nützlingspotential auf, womit sich eine nachhaltige Schädlingsbekämpfung einstellt. 

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